Wenn Ihre Katze stark juckt, könnte eine Allergie vorliegen. Häufige Auslöser sind Schimmelpilze, Pollen oder Hausstaubmilben. Aber ist eine Allergie gegen Hunde möglich? Es ist selten, doch durchaus denkbar.
Können Katzen wirklich allergisch auf Hunde reagieren?
Tierärzte bestätigen: Auch wenn es nicht häufig dokumentiert ist, können Katzen auf Hunde allergisch reagieren. „Bei intradermalen Allergietests testen wir Katzen auf ‚Hundeepithelien‘ aus einem Panel von rund 60 Umweltallergenen wie Pollen, Schimmelpilze und Milben“, erklärt Dr. Elizabeth Falk, zertifizierte Veterinärdermatologin an der Cornell University Veterinary Specialists in Stamford, Connecticut. „Wir integrieren das in personalisierte Allergieimpfstoffe.“
Katzenallergien sind insgesamt wenig erforscht, weshalb es schwierig ist, rassespezifische Risiken bei Hunden genau zu bestimmen. Dennoch halten Experten es für plausibel, dass bestimmte Rassen stärker allergieauslösend wirken.
„Es gibt deutliche rassespezifische Unterschiede in der Allergenität von Hunden, im Gegensatz zu Katzen, wo die meisten Allergiker auf alle Rassen reagieren – bedingt durch das gemeinsame Katzenallergen Fel d 1. Bei Hunden spielen Speichelproteine wie Can f 1 oder Albumin eine Rolle“, so Dr. Falk.
Spezifische Studien zu katzenrelevanten Hundeallergenen fehlen, doch rassespezifische Effekte sind bei Menschen bekannt und daher wahrscheinlich auch hier anzunehmen, betont Dr. Falk.
Hunde mit starkem Haarausfall könnten mehr Allergene verteilen, meint Dr. Susan Jeffrey, Tierärztin am Truesdell Animal Care Hospital in Madison, Wisconsin. „Lang- und kurzhaarige Rassen haaren oft stark. Hunde, die wenig haaren, sind theoretisch weniger problematisch.“
Ihre allergische Katze glücklich und gesund halten
Allergien lassen sich nicht verhindern, aber managen, versichert Dr. Falk. „Wir setzen auf Symptomlinderung mit Medikamenten oder Immuntherapie (Allergieimpfstoff), um Toleranz aufzubauen.“
„Der Impfstoff reduziert oder eliminiert Medikamentenbedarf bei ca. 70 % der Katzen“, ergänzt sie. „Getrennte Haltung hilft kurzfristig, langfristig ist Immuntherapie ideal.“
Allergien entstehen oft durch Umwelt und Genetik. Reinigen Sie regelmäßig, bürsten Sie den Hund und baden Sie ihn häufig, um Allergene zu minimieren, rät Dr. Jeffrey. Omega-3-Fettsäuren aus Fischölen fördern zudem die Hautgesundheit.
So erkennen Sie eine Hundeallergie bei Ihrer Katze
Allergien zeigen sich vor allem durch Juckreiz, sagt Dr. Jeffrey. „Katzen kratzen sich bis zum Fellverlust und Hautverletzungen.“
Das begünstigt Hefen- und Bakterieninfektionen mit Krusten, Schuppen, Pusteln oder rötlicher Haut.
Weitere Anzeichen: Haarausreißen, tränende Augen, Niesen oder rote Plaques beim eosinophilen Granulomkomplex, nennt Dr. Falk.
Blut- oder Hauttests klären, ob Hunde der Auslöser sind, empfiehlt Dr. Jeffrey.
Auch wenn Hundeallergien bei Katzen selten sind: Bei Verdacht zum Tierarzt für Diagnose und Test. Behandlung macht Ihre Katze symptomfrei.
Von: Paula Fitzsimmons