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Können Katzen und Hunde harmonisch zusammenleben? Forschungsergebnisse und Tipps

Können Katzen und Hunde im selben Haushalt glücklich zusammenleben?

Die Frage, ob Hunde und Katzen friedlich koexistieren können, ist für Besitzer harmonischer Haustierhaushalte selbstverständlich. Doch für Skeptiker wirkt ein solches Szenario oft unwahrscheinlich. Als Tierverhaltensexperten wissen wir: Mit den richtigen Voraussetzungen ist es absolut möglich.

Entscheidend sind Faktoren wie Rasse, Größe und Temperament. Dennoch können Sie aktiv eine positive Beziehung fördern. Eine Studie der Universität Tel Aviv aus dem Jahr 2008, veröffentlicht in der Applied Animal Behaviour Science, unterstreicht dies. Professor Joseph Terkel und seine Doktorandin Neta-li Feuerstein vom Institut für Zoologie befragten rund 200 Besitzer von Hunden und Katzen und analysierten Videos ihres Verhaltens. Ergebnis: Über 66 % der Haushalte berichteten von einer positiven Beziehung, wenn Kätzchen unter 6 Monaten und Hunde vor dem ersten Geburtstag eingeführt wurden.

Bei Konflikten – sei es Gleichgültigkeit oder Aggression – spielen oft missverstandene Körpersignale eine Rolle. Hunde knurren bei Wut, Katzen peitschen mit dem Schwanz. Ein abgewandter Katzenkopf signalisiert Aggression, bei Hunden hingegen Unterwerfung.

Doch Hoffnung ist berechtigt: Prof. Terkel stellte fest, dass Katzen und Hunde über ihre Instinkte hinaus lernen können. Sie verstehen die Signale der jeweils anderen Art.

"Wir haben festgestellt, dass Katzen und Hunde lernen, die Sprache des anderen zu sprechen", sagte Prof. Terkel. "Katzen können ‚Hund‘ sprechen und umgekehrt."

Somit irrt Dr. Peter Venkman aus Ghostbusters: Hunde und Katzen sorgen nicht für Chaos, sondern für Freude – unter optimalen Bedingungen.