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Können Hunde Erkältungen bekommen? Symptome, Behandlung und Tipps von Expertin Dr. Coates

Am 15. Januar 2020 von Dr. Jennifer Coates, DVM, auf Genauigkeit überprüft und aktualisiert

Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erkranken in den USA jährlich Millionen Menschen an Erkältungen. Erwachsene haben im Durchschnitt 2–3 Infektionen pro Jahr, Kinder noch häufiger.

Menschliche Erkältungen sind allgegenwärtig – daher die berechtigte Frage: Können Hunde sich ebenfalls erkälten? Und übertragen sie sich von Mensch zu Hund? Als erfahrene Tierärztin teile ich hier fundiertes Wissen, um Ihren Vierbeiner gesund zu halten.

Können sich Hunde erkälten?

Ja, Hunde können Erkältungen bekommen. Ihre Symptome ähneln stark denen beim Menschen.

Typische Erkältungssymptome bei Hunden

Verschiedene Viren und Bakterien wie das canine respiratorische Coronavirus, canine Adenovirus Typ 2, canine Parainfluenzavirus oder Bordetella bronchiseptica verursachen ähnliche Beschwerden:

  • Schnupfen
  • Nasenverstopfung
  • Tränende Augen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Niesen
  • Kopfschmerzen
  • Körperliche Beschwerden
  • Allgemeines Unwohlsein

Der wesentliche Unterschied: Hunde werden meist durch artspezifische Erreger infiziert.

Können Hunde Erkältungen von Menschen übertragen bekommen?

Die CDC nennt zahlreiche Atemwegsviren als Ursache menschlicher Erkältungen. Glücklicherweise sind diese weitgehend artspezifisch und infizieren Hunde normalerweise nicht – außer in extrem seltenen Fällen, etwa bei hohen Dosen bestimmter Parainfluenzaviren. Die Antwort lautet also: Nein, Hunde holen sich selten Erkältungen von uns Menschen.

Können Hunde die Grippe von Menschen bekommen?

Hunde erkranken an Grippe, verursacht durch hunde-spezifische Influenzaviren. Es gibt jedoch Fälle, in denen Mensch und Hund dieselben Viren aufwiesen. Früher hielten wir eine Übertragung für unmöglich. Aktuelle Forschung lehrt uns mehr – üben Sie daher Hygiene wie regelmäßiges Händewaschen, besonders bei Krankheit.

Behandlung einer Erkältung bei Hunden

Bewerten Sie den Zustand Ihres Hundes genau. Bei normaler Appetit, Trinkfreude und Aktivität helfen Hausmittel:

Fördern Sie Ruhe, Futter- und Flüssigkeitsaufnahme, damit das Immunsystem wirkt. Wischen Sie Nase und Augen sanft mit einem warmen, feuchten Tuch ab. Gegen Verstopfung eignet sich ein Luftbefeuchter oder Dampf aus einer heißen Dusche.

Geben Sie keine humanen Erkältungsmittel ohne tierärztlichen Rat – sie sind für Hunde gefährlich.

Wann zum Tierarzt bei Erkältungssymptomen?

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Ihr Hund:

  • nicht oder schlecht isst und trinkt
  • offenbar Schmerzen hat
  • Atemnot zeigt
  • Symptome nach einer Woche nicht besser werden

Der Tierarzt schließt ernsthafte Ursachen wie Lungenentzündung, Fremdkörper, Allergien, Tumore, Nasenmilben oder Pilze aus. Bei bestätigter Erkältung können Antibiotika (bei Bakterien), Hustenstiller, Abschwellende oder Entzündungshemmer verschrieben werden.

Erkältete Hunde sind oft ansteckend – isolieren Sie sie von anderen Tieren.

Ressourcen

Common Colds: Protect Yourself and Others, U.S. Centers for Disease Control and Prevention, Zugriff am 20.10.2016