Infektion mit Entamoeba invadens
Als erfahrener Reptilienexperte wissen wir: Amöbiasis zählt zu den schwersten Erkrankungen bei Reptilien. Verursacht durch den Protozoen Entamoeba invadens, kann sie unbehandelt tödlich enden.
Fleischfressende Reptilien sind besonders anfällig, darunter Schlangen wie Vipern, Klapperschlangen, Buschmeister, Boas, Strumpfbandnattern, Wasserschlangen, Kolubriden und Elapiden. Pflanzenfressende Arten wie Schildkröten oder Eidechsen sind weniger betroffen. Einige Spezies – z. B. Strumpfbandnattern, nördliche schwarze Renner, östliche Königsnattern, Kobras und viele Schildkröten – dienen lediglich als Träger und zeigen keine Symptome. Sie übertragen die Erreger jedoch durch direkten Kontakt oder infizierten Kot – ein großes Risiko in Schlangenkolonien.
Symptome
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Erbrechen
- Durchfall mit Schleim oder Blut
Ursachen
- Infektion mit Entamoeba invadens
- Direkter Kontakt mit infizierten Tieren
- Kontakt mit infiziertem Kot
Diagnose
Ein Fachtierarzt untersucht den Kot Ihres Reptils mikroskopisch auf Entamoeba invadens. Frühe Erkennung ist entscheidend.
Behandlung
Der Tierarzt verschreibt gezielte Antiprotozoika. Folgen Sie der Therapie strikt, um Komplikationen zu vermeiden.
Haltung und Management
Halten Sie Schlangen und Schildkröten strikt getrennt, da Amöbiasis hoch ansteckend ist. Vorsicht auch beim Umgang: Eine Übertragung auf Menschen ist möglich. Beachten Sie alle vom Tierarzt empfohlenen Ernährungsanpassungen.
Prävention
Ein sauberes Gehege minimiert das Risiko erheblich. Vermeiden Sie Kontakt zu infizierten Tieren und desinfizieren Sie regelmäßig.