Von Jennifer Kvamme, DVM
Als Katzenbesitzerin oder -besitzer sind Sie vielleicht überrascht, wenn Ihre Katze plötzlich mit Flöhen oder Zecken zu kämpfen hat – auch wenn sie hauptsächlich im Haus bleibt. Diese Parasiten sind jedoch Meister der Anpassung und finden Wege in Ihr Zuhause. Schon wenige Flöhe im Garten können sich explosionsartig vermehren und bald Ihr Tier, Haus und Grundstück befallen.
Andere Tiere als Überträger
Kein Garten ist vor Wildtieren sicher, selbst bei hohen Zäunen. Eichhörnchen, Waschbären oder Nagetiere schleppen Flöhe und Zecken ein. Je mehr Tiere Ihren Garten besuchen, desto höher das Risiko. Streunende Katzen sind ebenfalls Überträger. Füttern Sie daher keine Wildtiere mit Körnern oder Nüssen, um sie fernzuhalten. Offene Fenster oder Fensterbänke, auf denen Ihre Katze die Welt beobachtet, bieten Parasiten zudem Einlass – auch bei Gitter.
Menschen als Träger
Sie selbst oder Gäste können Parasiten unabsichtlich einschleppen. Flöhe springen von Kleidung, Schuhen oder anderen Haustieren ab. Besonders nach Wanderungen in infestiereten Gebieten haften Zecken an Hosenbeinen oder Socken. Diese Parasiten sind darauf spezialisiert, neue Wirte zu finden.
Außerhalb des Hauses
Jeder Ausflug – zum Tierarzt, in die Pension, zum Groomer oder per Auto – birgt Risiken. Bei Freigängern in grünen Zonen prüfen Sie das Fell gründlich auf Zecken, vor allem Nacken, Bauch und Achseln. Parasiten verbergen sich geschickt in pelzigen Bereichen.
Proaktiv handeln
In der warmen Saison (Frühling bis Herbst, ganzjährig im Süden) bleiben Sie wachsam. Ein einzelner Floh oder Zecke ernst nehmen, um Befälle zu verhindern. Bei Jungtieren, Senioren oder kranken Katzen: Tierarzt konsultieren für passende Präventiva, Dosierung und Anwendung. Frühe Erkennung erlaubt oft natürliche Mittel. Im Garten helfen flohabweisende Pflanzen oder Schädlingsbekämpfung; bei Befall sind chemische Mittel effektiver. Besser vorbeugen als bekämpfen – starten Sie früh!