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World Animal Protection enthüllt: Die grausamsten Wildtier-Attraktionen weltweit

World Animal Protection enthüllt: Die grausamsten Wildtier-Attraktionen weltweit

Highlights

• Elefantenreiten, Delfinshows und Tiger-Selfies zählen zu den profitabelsten Wildtiertourismus-Angeboten
• World Animal Protection hat die "grausamsten" Tierattraktionen weltweit aufgelistet
Sie mögen lukrativ sein, doch der Preis ist hoch: "Neben der Grausamkeit gegenüber Tieren birgt das reale Gefahren für Touristen", warnt Kate Nustedt, Direktorin für Wildtiere bei World Animal Protection.
Kürzlich starb Gareth Crowe, als er während eines Elefantenritts auf Koh Samui, Thailand, von einem Elefanten getreten wurde – vor den Augen seiner Tochter.
Dieser Vorfall entfachte eine Debatte über Wildtiere in Tourismus und Unterhaltung. World Animal Protection veröffentlichte kürzlich einen Bericht mit den grausamsten Attraktionen weltweit.

ELEFANTENREITEN
Elefantenbabys werden ihren Müttern entrissen und durch den brutalen "Crush"-Prozess gebrochen: Sie werden in engen Käfigen oder mit Seilen gefesselt, mit Metallhaken oder Stöcken geschlagen, um Gehorsam zu erzwingen. Das dauert Tage bis Wochen.

Das Trauma begleitet sie lebenslang und kann zu posttraumatischem Stress führen. In Parks fehlen natürliche Sozialkontakte, sie vegetieren an Ketten oder in engen Gehegen dahin – fernab ihrer freien Wildbahnexistenz.

Elefanten gelten als besonders gefährlich. Thailand ist das Mekka für Reittouren, gefolgt von anderen asiatischen und südafrikanischen Ländern.

TIGER-SELFIES
Tigerbabys werden früh von Müttern getrennt, stundenlang als Fotopropps missbraucht, angefasst und angekettet in Betonkäfigen gehalten. In Thailand fanden wir 10 Einrichtungen mit rund 614 Tigern. Ähnlich in Asien, Australien, Mexiko und Argentinien.

WANDERN MIT LÖWEN
LÖwenbabys werden gezüchtet, nach einem Monat entnommen und für Kuschelfotos genutzt. Zu groß dafür, wandern sie mit Touristen – oft angeleint. Diese Löwen bleiben ein Leben lang gefangen, da eine Aussetzung unmöglich ist. Hauptsächlich in Südafrika.

BÄRENPAREKS
Bären vegetieren in überfüllten, sterilen Gruben ohne Anregung. Als Einzelgänger führt das zu Kämpfen und Verletzungen. Stress schwächt das Immunsystem und begünstigt Infektionen.

MEERSCHILDKRÖTEN-HALTEN
Auf den Kaimaninseln lockt die letzte Meeresschildkrötenfarm: Touristen halten und essen sie. Das stresst die scheuen Tiere, schwächt ihr Immunsystem – kürzlich starben 1.300 an Clostridium. Berührungen verursachen Panik, Brüche oder tödliche Verletzungen.

DOLPHINSHOWS
Millionen besuchen Delfinarien, ahnungslos über das Leid: Gefangene Delfine (wild oder gezüchtet) leben in chlorierten Pools, leiden unter Sonnenbrand, Hautreizungen, gestörter Echoortung, Stresskrankheiten wie Herzinfarkten oder Geschwüren. Viele Länder verbieten Wildfänge.

TANZENDE AFFEN
Primaten, insbesondere 290 Makaken in Thailand, werden brutal trainiert für Shows. Zwischendurch in engen Käfigen oder an kurzen Ketten – was zu Infektionen führt.

KÜSSENDE KOBRAS
Snake Charming mit Kobrakuß: Wild gefangene Schlangen werden entgiftet, oft mit Infektionsrisiko. Tödlich für Schlangen und Menschen.

KROKODILFARMEN
Überfüllte Betongruben: Stress, Kämpfe um Platz und Nahrung führen zu Verletzungen und Tod.