Wenn Sie sich nicht ein Leben lang verpflichten können, kaufen Sie bitte keine Hunde – Appell der Tierretter.Als die Tierretterin Shruti Darak und ihr Kollege Md. Zubi den kleinen Disney entdeckten – einen verlassenen Lhasa Apso –, war der Zustand herzzerreißend.
Obwohl sie unzählige Fälle misshandelter und ausgesetzter Rassehunde gesehen haben, bringt jede Rettung die engagierten Helfer zum Weinen.
"Das Fell war verfilzt, die Haut von Infektionen befallen, und der Hund war tagelang nicht gefüttert worden", beschreibt Shruti, während sie hastig von der Polizeistation zur Versorgung mit Flüssignahrung eilt. Disney musste rasiert werden, um von den schweren Haut- und Fellproblemen zu genesen.
In solchen Fällen melden Retter den Fund bei der Polizei und erhalten eine Genehmigung, den Hund zu pflegen. Beansprucht der Besitzer ihn nicht innerhalb von 15 Tagen, können sie ihn übernehmen. Bei unbekanntem Eigentümer muss eine Vermisstenanzeige geschaltet werden – erst nach einem Monat ist eine Adoption möglich.
"Bei Disney haben wir die Besitzer ermittelt und kontaktiert. Sie versprachen, den Hund stündlich abzuholen, taten es aber nie", erklärt Shruti. "Später rief der Fahrer an und fragte: 'Warum muss ich seinetwegen zur Polizei?'"
Diese Einstellung ist leider typisch. Viele Rassehunde werden als süße Welpen gekauft, doch mit dem Alter steigen die Anforderungen.
Die Non-Profit-Initiative "A place to bell" von Shruti und Zubi führt Labradore als Spitzenreiter bei Aussetzungen an. "Welpen wirken niedlich, aber erwachsene Labradore sind energiegeladen und brauchen viel Bewegung – Zeit, die viele Besitzer nicht haben", erklären die Experten.
Danach folgen Pomeranians. "Als Kleinstwelpen unwiderstehlich, bellen sie später viel und erfordern Sozialisation, um wiedervermittelt zu werden – sie gelten oft als 'Problemhunde'."
Auch Noah’s Army bestätigt: 35-40 % ihrer Rettungen sind Rassehunde, darunter misshandelte Tiere. "Seit unserem Start im Februar füttern wir vor allem Streuner, doch die Häufigkeit von Rassehunderetten hat uns schockiert", sagt Rahul von der Organisation.
Nach der Rettung pflegen die Freiwilligen die Hunde sechs Wochen lang zu Hause, bevor sie in liebevolle Familien kommen. Viele kooperieren mit Tierheimen und finanzieren sich durch Spenden für Futter, Medizin und Pflege.