Während des Lockdowns 2021 suchten viele Menschen Trost in Haustieren. Die Einsamkeit, fehlende Gespräche oder gelangweilte Kinder trieben Familien und Alleinstehende dazu, Hunde und Katzen zu kaufen oder zu adoptieren. Doch mit der Rückkehr zur Normalität landeten unzählige dieser Tiere wieder auf der Straße – eine tragische Konsequenz impulsiver Entscheidungen.
„Lassen Sie Haustiere nicht auf der Straße zurück – das zerstört sie emotional“
Kaveri Rana Bhardwaj, Gründerin des SMART Sanctuary und Canine Paralysis and Rehabilitation Center, appelliert dringend: „Haustiere sind keine Spielzeuge. Besonders emotionale Rassen wie Indische Hunde verdorren, wenn sie ausgesetzt werden. Labradore kommen vielleicht zurecht, aber diese Tiere brechen innerlich. Wir rehabilitieren sie sofort, denn es geht um seelisches Trauma, nicht um Krankheit. Sie lieben ein Leben lang – ein Verrat zerstört sie.“
„Adoptionsanfragen explodierten im ersten Lockdown-Monat“
Rettungsexperten berichten von spontanen Käufen ohne Vorbereitung. Vasundhara Anand, Mitgründerin der Kvaab Welfare Foundation, einer unabhängigen Hunde-Wohlfahrtsorganisation, erklärt: „Zu Lockdown-Beginn setzten Menschen Haustiere massenhaft aus. Adoptionswünsche stiegen sprunghaft. Wir verschärften Verfahren mit Interviews zu Lebensstil und Zukunftsplänen – das bremste Launenkäufe und förderte Pflegefamilien. Trotzdem kamen nach der zweiten Lockerung täglich 10–20 Anrufe zu Aussetzungen oder 'Spenden'. Viele übersahen Ausbildung und Sozialisierung, was zu Problemen führte.“
„In Indien gibt es kein Konzept der ordnungsgemäßen Haustier-Abgabe“
Tierschützer melden nun mehr Abgaben als Adoptionen. Kaveri Rana Bhardwaj, Präsidentin von PFA Gautam Buddh Nagar: „Täglich 2–3 Fälle in Noida. Einsamkeit trieb zum Haustierkauf, Normalität brachte Zeitmangel. Mit Ängsten vor der dritten Welle steigen Anrufe. Menschen setzen Hunde einfach aus – wenige suchen ein neues Zuhause.“ Jasleen Kaur ergänzt: „Gelangweilte Lockdown-Käufe, nun 5–6 Retten pro Woche.“
Piyush Kaushal, Retter und Tiertransporter: „Jobverlust spielte mit rein. Kürzlich zwei Fälle: Labrador und Deutscher Schäferhund unter einem Jahr. Büros öffneten, keine Zeit mehr. 'Timepass ke liye liya tha' – für die Langeweile gekauft, nun nicht haltbar.“