In Haustiergruppen auf Social Media stößt man häufig auf traurige Berichte über vermisste Hunde und Katzen. Manche kehren nach ein bis zwei Tagen heim, andere bleiben monatelang verschollen. Mit dem Boom der Haustierhaltung in Indien steigen auch die Fälle von verlorenen Tieren. „Deshalb ist es unerlässlich, Haustiere lizenzieren und mit einem Mikrochip versehen zu lassen“, betont Panneeru Teja, Tieraktivist und Trainer aus Hyderabad. „Das Konzept der Mikrochips für Haustiersicherheit ist nicht neu, doch in Indien wächst das Bewusstsein langsam. Die Nachfrage nach Implantationen steigt merklich“, ergänzt Akshay Mahendru, Inhaber einer Zoohandlungskette in Delhi.
So funktionieren Mikrochips
Mikrochips ermöglichen es, verlorene Haustiere in Tierheimen oder bei Tierärzten zu identifizieren und den Besitzer zu kontaktieren. Ein Scan liefert die Registrierungsdaten sofort.
Dr. Akshay Shah, Tierarzt aus Mumbai, erklärt: „Ein chippter Hund oder eine Katze ist leichter zu vermitteln. Was im Ausland Standard ist, wird in Indien populärer. Viele Besitzer fragen nach dem schmerzlosen Verfahren und seinen Vorteilen.“
Ist die Haustierzulassung Pflicht?
Für maximale Sicherheit wenden Sie sich an die örtlichen Behörden, reichen Dokumente ein und erhalten eine Lizenz. Die Behörde stellt einen Token aus, der am Halsband befestigt wird und Retter zum Eigentümer führt.
Teja fügt hinzu: „Finden wir einen ausgesetzten, gechippten Hund, können wir rechtlich gegen den Besitzer vorgehen. Registrierungen reduzieren so Aussetzungen, da wir Eigentümer nachverfolgen können.“
Reinrassige Hunde können zudem beim Kennel Club of India (KCI) registriert werden. In Pune wird bald eine Online-Registrierung eingeführt, um mehr Besitzer zu motivieren und Strafen zu vermeiden. Pflicht gilt auch in Delhi/NCR, Bengaluru, Hyderabad, Mumbai, Guwahati, Chennai, Chandigarh, Kozhikode u. a.
„Manchmal müssen Sie Eigentum nachweisen. Behörden prüfen Chipdaten oder Lizenz“, rät Haustierretter Arijit Mukherjee. „Chips und Lizenzen sind essenziell für Ausstellungen oder Auslandsreisen.“ Teja fordert: Behörden sollten stärker auf die Wichtigkeit sensibilisieren.
Mikrochips vs. GPS-Halsbänder: Was ist besser?
Lizenzen erneuern sich jährlich, Mikrochips – implantiert per Spritze am Nacken – sind lebenslang. Manche wählen GPS-Halsbänder oder Namensanhänger, doch diese sind teuer, lösen sich leicht oder werden bei Entführungen entfernt. „Bei Diebstahl fliegt das Halsband weg – der Chip bleibt“, warnt Teja. Shreyashee Mukherjee aus Hyderabad: „Unser Labrador Simba ist KCI-registriert, gechippt und bei der Greater Hyderabad Municipal Corporation lizenziert – kein Risiko mit reinrassigen Rassen.“
Für Oreo, den Racker von Jaybrota Das, ist Türenschließen Routine. „Er ist mal entwischt, glücklicherweise holte ich ihn ein. Da er Halsbänder hasst, chippe ich ihn für Reisen.“ Viele indische Haustiereltern folgen diesem Beispiel.
Tipps für sichere Nachbarschaftsspaziergänge
- Trainieren Sie Ihren Hund vom Welpenalter an. Gut erzogene Tiere werden geliebt.
- Leinenpflicht in Stoßzeiten, besonders bei vielen Menschen.
- Kot immer aufsammeln.
- Regelmäßige Bewegung: Entladene Hunde sind ruhiger.
- Oft sozialisieren: Gute Sozialisation minimiert Reaktionen.