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Nachfrage nach Hundetrainern boomt: Experten helfen Pandemie-Welpen bei Sozialisierungsproblemen

Nachfrage nach Hundetrainern boomt: Experten helfen Pandemie-Welpen bei SozialisierungsproblemenZu Hause ist der einjährige Beagle Mischief das süßeste Hündchen, das man sich vorstellen kann. Doch sobald Besuch kommt oder ein Fremder auf dem Spaziergang grüßt, starrt er wütend und bellt unablässig – bis sein Besitzer Kshitij Shrivastava ihn beruhigt. „Mischief ist ein klassischer Pandemie-Welpe“, erklärt der erfahrene Trainer Lavesh Mishra aus Delhi. Er meint damit Hunde, die während oder kurz vor dem Lockdown angeschafft wurden. „Sie kennen keine normalen Alltagserfahrungen, die andere Hunde gewohnt sind“, ergänzt er. Mit der Rückkehr ins Büro wird Kshitij das Verhalten seines Vierbeiners zunehmend besorgniserregend.
In der Lockdown-Zeit stieg die Einsamkeit, Adoptionen explodierten – und mit ihnen Verhaltensprobleme bei diesen Pandemie-Welpen. Kein Wunder, dass Trainer und Verhaltensforscher landesweit mit Anfragen zu Sozialisierung, Trennungsangst, Aggression und Einsamkeit überflutet werden.

Von Null auf Vollgas: In nur 14 Monaten
Mit COVID-19 brach 2020 die Arbeit für Hundetrainer fast ein. „In den ersten Lockdown-Monaten im März fragten wir uns, ob wir weitermachen können“, erinnert sich Manasvi Chudasama, renommierte Verhaltensforscherin aus Pune. Doch der Haustier-Boom brachte Wendung: „Wir entwickelten Online-Kurse für Neulinge, um sie virtuell zu coachen.“ Nach der Lockerung buchten Pawrents massiv: „40 Prozent der Adoptionen waren unvorbereitet. Neueltern brauchten dringend Training. Heute sind Termine ausgebucht, viele stehen auf Wartelisten.“

Trainer Harshad Pol bestätigt: „Nach dem Lockdown explodierte die Nachfrage. Hunde zeigten Reaktivität – Bellen, Snappen – oder Ängstlichkeit. Von 7–8 Anrufen täglich 2019 sind es nun 15–20, meist zu Verhalten und Trennungsangst.“

Im Jahr 2021...

- 60–70 % mehr Nachfrage nach Hundetrainern

- Trainer bearbeiten 13–14 Anrufe täglich statt 6–7 vor dem Lockdown

- Trennungsangst und Verhaltensprobleme im Fokus
(Aussagen von Trainern und Verhaltensforschern)

Soziale Distanz wirkt sich auf Welpen aus
Nachfrage nach Hundetrainern boomt: Experten helfen Pandemie-Welpen bei Sozialisierungsproblemen
Über ein Jahr Distanzierung prägte auch Hunde: Sie lernten, Abstand zu halten. „Das Sozialisierungsfenster von 3–6 Monaten fiel in die Pandemie“, sagt Expertin Diksha Thakkar. „Viele entwickelten soziale Aggression.“ Sie erzählt von einem Cocker Spaniel, der zwei Stunden bellte: „Er kannte nur seine Familie und die Haushaltshilfe.“

Trennungsangst belastet Berufstätige
Nachfrage nach Hundetrainern boomt: Experten helfen Pandemie-Welpen bei Sozialisierungsproblemen
„Mein Franzose Theo heult, wenn wir weg sind – sogar vor dem Bad“, berichtet IT-Experte Sharad Pathak. „Wir holten uns Hilfe, bevor das Büro ruft.“ Harshad Pol: „60 % der Anrufe drehen sich um Trennungsangst, auch bei älteren Hunden, die WFH gewohnt waren. Besitzer investieren in Lösungen.“


„Hundetraining braucht Disziplin. Neulinge verwöhnen zu sehr, statt Regeln zu lehren. Wie bei Kindern: Sie müssen richtig und falsch lernen.“

Manasvi Chudasama, Verhaltensforscherin und Trainerin

„Von 7–8 Anrufen 2019 sind es nun 15–20 täglich – alles zu Verhalten und Angst.“

– Harshad Pol, Hundetrainer

Nachfrage nach Hundetrainern boomt: Experten helfen Pandemie-Welpen bei Sozialisierungsproblemen

Praktische Trainingstipps von Experten:

- Halten Sie Ihren Hund geistig und körperlich aktiv

- Sorgen Sie für viel Bewegung für Fitness und Zufriedenheit

- Lassen Sie ihn Nachbarn treffen, gegen soziale Ängste

- Fördern Sie Natur-Erlebnisse: Sehen, Hören, Spielen