Haustierraub ist in der National Capital Region (NCR) leider häufig. Anfang dieses Monats wurde in Gurgaon ein Shih-Tzu-Mischling von zwei Männern auf einem Fahrrad entführt. Die Besitzer boten eine Belohnung von 1 Lakh Rupien an und verteilten Plakate. Dank eines anonymen Hinweises wurde der Hund bald gefunden. Dieser Vorfall lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf Haustierdiebstähle, die in der Region regelmäßig vorkommen. Tierschützer, Haustierbesitzer und Aktivisten raten zu erhöhter Wachsamkeit bei Spaziergängen mit Ihrem Vierbeiner.
Gründe für Hundediebstähle: Von illegaler Zucht bis teurem Verkauf Kaveri Rana Bhardwaj, Präsidentin von People For Animals (PFA) Gautam Buddh Nagar, erklärt: „Der Hauptgrund sind illegale Züchtungen. Lassen Sie Ihr Haustier sterilisieren – das macht es für Züchter uninteressant. Oft werden Hunde beobachtet oder durch Tipps aus dem Umfeld entführt.“ Amit Chaudhery, Gründer von Earth Quotient und ehemaliger PFA-Präsident in Gurgaon, ergänzt: „Manche stehlen Rassehunde, um sie günstig weiterzuverkaufen, statt teuer zu kaufen.“
Die Tieraktivistin Chetna Joshi aus Gurgaon betont: „Ein Mikrochip ist essenziell, aber allein nicht ausreichend. Behörden brauchen bessere Scanner und Infrastruktur. Illegale Hinterhofzüchter müssen strenger kontrolliert werden.“ Pravin Kora von einer Tierpension in Gurgaon nennt weitere Motive: Hundekämpfe und Lösegelderforderungen.
Belohnungen erhöhen die Chancen bei Diebstahl
Gestohlene Hunde werden oft durch anonyme Hinweise gefunden – Belohnungen motivieren. Kaveri Rana Bhardwaj: „Menschen handeln selten uneigennützig. Eine Belohnung weckt Interesse, besonders bei Haushaltshilfen.“
Amit Chaudhery rät: „Erstatten Sie sofort Policeianzeige. Wir unterstützen mit Plakaten auf Hindi und Englisch, inklusive hoher Belohnung. Verteilen Sie sie an wahrscheinlichen Orten, informieren Sie RWAs, Social Media und Tiergruppen. Hängen Sie Plakate mit Telefonnummer auf – und gehen Sie nie allein hin, nehmen Sie Polizei oder Freunde mit.“
Vorsichtsmaßnahmen gegen Haustierdiebstahl
Hunde sind gefährdet, wenn sie allein oder mit Hundeausführern unterwegs sind. Kaveri Rana Bhardwaj: „Vertrauen Sie keinem Unbekannten. Es trifft meist Reinrassige und Importe.“ Amit Chaudhery: „Implantieren Sie einen Mikrochip zur Rückverfolgung. Halten Sie bei Zweirädern die Leine fest, wechseln Sie Richtung, ziehen Sie sie an. Nehmen Sie einen Spazierstock mit. Bei Diebstahl: Kennzeichen fotografieren – das führt schnell zum Täter.“
Variieren Sie Routen und Zeiten. Pravin Kora: „Vermeiden Sie einsame Gebiete, prüfen Sie Ihren Ausführer. Keine Ablenkung durch Handy. Teilen Sie Standorte nicht live in Social Media. Wählen Sie sichere Leinen und Halsbänder.“
Spazierzeiten und -orte sind entscheidend
Amisha Kumar aus Süd-Delhi mit drei Hunden: „Frühe Morgen- oder späte Abendspaziergänge in menschenleeren Areas sind riskant. Kleine Hunde sind anfälliger.“ Siddhant Chauhan aus Gurgaon: „Wir wählen gated Societies für Sicherheit. Offene Gebiete sind oft zu abgelegen.“