Ein 6-jähriger Junge hat zusammen mit seinem Vater am Bawdsey Beach in Suffolk nach Muscheln und Fossilien gesucht und dabei einen außergewöhnlichen Fund gemacht: den Zahn eines Megalodon, des größten Hais, der je die Ozeane bewohnt hat.
Sammy Shelton aus Norfolk stieß auf den 10 Zentimeter langen Megalodon-Zahn. Der Fund wurde erstmals vom Great Yarmouth Mercury berichtet, einer renommierten Lokalzeitung. Laut The Mirror, einer führenden britischen Nachrichtenquelle, ist ein solcher Zahn in dieser Region ein absoluter Raritätsfall.
„Wir wussten sofort, was es war, aber nicht, wie selten es tatsächlich ist“, erzählte Vater Peter Shelton dem Great Yarmouth Mercury.
Bawdsey Beach ist ein Hotspot für Fossilienjäger, die den Sheltons bestätigten: Megalodon-Zähne sind dort hochgradig ungewöhnlich.
Während Megalodon-Zähne an Küsten wie der Ostküste Nordamerikas oder vor Marokko häufiger vorkommen, gelten sie in Großbritannien nach Angaben des Natural History Museum in London als "extrem selten".
Der Megalodon (Otodus megalodon) war an der Spitze der Nahrungskette und jagte Wale und Delfine, bis er vor rund 2,6 Millionen Jahren im späten Pliozän ausstarb. Wissenschaftler schätzen seine Länge auf mindestens 15 Meter, möglicherweise bis zu 20 Meter, wie Live Science berichtet. Die genaue Größe wird noch debattiert.
Die größten bekannten Megalodon-Zähne messen über 17,8 cm – mehr als doppelt so lang wie die der größten Weißen Haie (Carcharodon carcharias), so das Kentucky Geological Survey der University of Kentucky.
Haie wechseln lebenslang Zähne, die auf dem Meeresboden versteinern und Millionen Jahre später gefunden werden können. Die immense Menge an abgeworfenen Zähnen erhöht die Chance solcher Entdeckungen.
Im Science-Fiction-Film „The Meg“ (2018) kämpft ein Megalodon gegen Jason Statham, der in seiner Jugend zufällig in Great Yarmouth lebte, wie The Guardian notiert.