Von Dr. Jessica Vogelsang, DVM
Die Branche für Nahrungsergänzungsmittel für Haustiere generiert jährlich über eine Milliarde US-Dollar Umsatz – kein Wunder, dass viele Hundebesitzer darüber nachdenken. Eine entscheidendere Frage ist jedoch: Sollte ich meinem Hund Ergänzungsmittel geben? Als erfahrene Tierärztin hängt meine Empfehlung davon ab, was Sie geben möchten und warum. Hier ein Überblick über die häufigsten und bewährten Optionen:
Unterstützung für Gelenke und Arthritis
Eine der beliebtesten Kategorien sind Gelenkpräparate – und das zurecht. Glucosamin und Chondroitinsulfat sind in der Human- und Veterinärmedizin etabliert und gelten als sichere Ergänzung zu konventionellen Therapien. Ich verschreibe sie regelmäßig älteren Hunden, besonders großen Rassen, die anfällig für Gelenkprobleme sind.
Hautunterstützung
Essentielle Fettsäuren (EFA) sind in meiner Dermatologie-Praxis unverzichtbar: Sie wirken entzündungshemmend und stärken die Hautbarriere. Fischölbasierte Präparate bieten ein ideales Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis im Vergleich zu pflanzlichen Alternativen wie Leinsamenöl.
Darmunterstützung
Bei blähenden Hunden oder solchen mit wiederkehrenden Durchfällen helfen Probiotika oft bei leichten Magen-Darm-Problemen. Sie füllen den Darm mit nützlichen Bakterien auf und stabilisieren die Verdauung.
Leberunterstützung
Gesunde Hunde brauchen keine Leberpräparate, doch bei spezifischen Erkrankungen kann Mariendistel oder SAM-e Entzündungen mindern und die Leberfunktion fördern. Ich setze auf veterinär abgestimmte Formeln als erste Wahl.
Vitamine
Kommerzielle Hundefutter erfülllen strenge Ernährungsstandards und decken alle Vitamine ab. Ergänzungen empfehle ich nur bei hausgemachten Diäten. Im Zweifel: Fragen Sie Ihren Tierarzt!