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Nahrungsergänzungsmittel für Katzen: Braucht Ihre Katze sie wirklich? – Von Tierärztin Ashley Gallagher, DVM

Von Ashley Gallagher, DVM

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel boomen in Drogerien und Reformhäusern – von Multivitaminen bis zu Produkten für spezifische Körperfunktionen. Bedeutet das, dass auch Ihre Katze von Ergänzungen zu ihrem Futter profitiert? Für die meisten Katzen ist das nicht notwendig, und in manchen Fällen kann es sogar schädlich sein.

Kommerzielle Katzenfutter sind präzise aufgestellt, um alle Nährstoffe zu liefern, die Ihre Katze für ein gesundes Leben braucht. Im Unterschied zu uns Menschen essen Katzen meist täglich dasselbe Futter. Hersteller berücksichtigen das und machen tägliche Multivitamine überflüssig. Allerdings variiert die Qualität: Wählen Sie sorgfältig die richtige Sorte für Ihre Katze.

Die besten Hersteller testen ihre Futtermittel in Fütterungsstudien: Sie füttern Prototypen an Katzen und überwachen die Gesundheit durch Labortests. So stellen sie sicher, dass alle Zutaten optimal zusammenwirken. Viele Firmen sparen sich diesen aufwendigen Schritt und verkaufen reine Rezepturen ohne Praxistest.

Hochwertige Produkte passen sich Lebensphase und Aktivität an – Kätzchen brauchen andere Nährstoffe als Adult- oder Senior-Katzen. "All-in-One"-Futter für alle Phasen orientiert sich oft an Jungtieren und eignet sich nicht für Ältere.

Haben Sie das passende, getestete Futter gefunden? Dann können gezielte Ergänzungen bei Bedarf sinnvoll sein – immer aber erst nach Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. So vermeiden Sie Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Überdosierungen, die toxisch wirken können.

Glucosamin und Chondroitin stärken Gelenke, fördern Schmierung und Knorpelreparatur. Sie stoppen Arthritis nicht, lindern aber Symptome. Wählen Sie mit Ihrem Tierarzt das passende Präparat.

Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl wirken entzündungshemmend bei Haut, Gelenken und Organen. Lassen Sie prüfen, ob und wie viel Ihre Katze braucht.

Bei älteren Katzen mit kognitiven Defiziten (Katzen-Demenz) helfen Antioxidantien wie Vitamin E und C sowie spezielle Mittel. Therapeutisches Seniorenfutter mit hohem Antioxidans-Gehalt schützt das Gehirn. Sprechen Sie das in der jährlichen Untersuchung an.

Ein hochwertiges, phasengerechtes Futter deckt alle Bedürfnisse ab. Ergänzungen können bei spezifischen Problemen helfen – holen Sie immer tierärztlichen Rat ein.

Foto: Shvaygert Ekaterina / Shutterstock

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