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4 Zoonosen von Haustierreptilien: Krankheiten, die auf Menschen übertragen werden können

Alle Haustiere, einschließlich Reptilien, bergen das Risiko, zoonotische Krankheiten zu übertragen. Diese Infektionen werden durch Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten verursacht, die über den Mund, die Luft oder Hautverletzungen eingedrungen sind. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie ältere oder geschwächte Personen. Bei Kontakt mit Reptilien oder deren Umgebung ist höchste Vorsicht geboten.

Wir stellen vier häufige zoonotische Erkrankungen vor, die mit Reptilien assoziiert werden. Als Tiergesundheitsexperten betonen wir: Gute Hygiene ist der beste Schutz.

Hygiene als Schlüssel zum Schutz

Die effektivste Prävention gegen Übertragungen – bei Reptilien wie bei Hunden oder Katzen – ist konsequente Hygiene. Waschen Sie Hände gründlich mit Seife und Wasser nach jedem Kontakt mit dem Tier oder dem Terrarium. Experten raten Haushalten mit Kindern unter fünf Jahren dringend ab, Reptilien zu halten, um Infektionsrisiken zu minimieren.

1. Salmonellose

Salmonellen sind bei Reptilien aller Art weit verbreitet und übertragen sich durch kontaminierten Kot, wenn Material in den Mund gelangt. Säuglinge sind z. B. gefährdet, wenn Fläschchen durch Reptilienkontakt verseucht werden. Symptome umfassen Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen, Krämpfe und im Schwerenfall Sepsis.

2. Botulismus

Botulismus ist eine lebensbedrohliche Erkrankung durch Toxine des Bakteriums Clostridium botulinum, das Lähmungen auslöst. Es ist in Erde und Schlamm häufig und betrifft vor allem bodennahe Reptilien wie Schildkröten. Erwachsene haben schützende Darmbakterien, Babys unter einem Jahr jedoch nicht.

3. Campylobacteriose

Diese häufige bakterielle Infektion entsteht durch Campylobacter und zeigt sich 2–5 Tage nach Aufnahme (z. B. über kontaminierte Nahrung oder Wasser) mit Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber.

4. Leptospirose

Leptospirose tritt bei Wild- und Haustieren auf, einschließlich Reptilien, und überträgt sich über Urin auf Schnittwunden, Schleimhäute oder Gewässer. Symptome ähneln einer Grippe mit starken Kopfschmerzen; Bakterien überleben wochenlang in der Umwelt.

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