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Hundegesundheit: Welche Tests empfiehlt Ihr Tierarzt je nach Alter?

Von Caitlin Ultimo

Viele Hundebesitzer fühlen sich beim jährlichen Tierarztbesuch überfordert, wenn eine Liste von Tests präsentiert wird. Die Entscheidung, welche Untersuchungen priorisiert werden sollen, kann stressig sein – vor allem angesichts der Kosten. Doch Sie müssen nicht alles buchen: Basierend auf Alter und Gesundheitszustand gibt es klare Empfehlungen von Experten wie Dr. Ann Hohenhaus vom Animal Medical Center in New York.

Ob erster Welpenbesuch oder Routinecheck-up: Gehen Sie informiert hin und wissen Sie, welche Tests für Ihren Hund essenziell sind.

Tests für Welpen

Legen Sie mit diesen Untersuchungen beim ersten und Folgebesuch den Grundstein für eine vitale Gesundheit:

Körperliche Untersuchung. „Bei Welpen geht es um mehr als nur Impfungen“, betont Dr. Ann Hohenhaus. Diese gründliche Check-up von Nase bis Schwanz prüft Vitalfunktionen, Körperbau, Herz, Lunge, Lymphknoten, Augen, Ohren, Zähne und Gelenke.

Kot-Test. Bringen Sie eine Frischprobe mit. „Fäkale Parasitenanalysen sind beim ersten Besuch Pflicht und bei Bedarf wiederholt“, rät Dr. Susan Konecny, medizinische Direktorin der Best Friends Animal Society. Viele Parasiten sind unsichtbar und werden über Muttermilch übertragen.

Herzwurmtest. Ab sechs Monaten empfohlen, oft kombiniert mit Zeckenkrankheiten-Tests (Lyme-Borreliose, Anaplasma, Ehrlichia). „Herzwürmer schädigen Herz und Lunge“, warnt Dr. Stephanie Liff von Pure Paws Veterinary Care.

Bluttests. Vor Kastration/Sterilisation: Prüfung auf Anämie, weiße Blutkörperchen und Organfunktionen (Nieren, Leber), um Narkosen sicher zu machen.

Tests für erwachsene Hunde

Jährliche Wellness-Checks umfassen:

Kot-Test. Schützt Hund und Familie vor übertragbaren Parasiten, wie Hohenhaus hervorhebt.

Herzwurm- und Zeckenkrankheiten-Tests. Besonders in Risikogebieten: „Prävention ist einfach, Behandlung schwer“, sagt Hohenhaus.

Bluttests. CBC, Organwerte, Elektrolyte. „Erstellt Baseline-Werte und erkennt Frühes wie Diabetes oder Nierenschwund“, erklärt Liff; Konecny ergänzt Hypothyreose oder Anämie.

Urinanalyse. Erkennt HWI, Konzentrationsstörungen oder Steine.

Tests für Senioren-Hunde

Ab 7–8 Jahren halbjährliche Checks:

Körperliche Untersuchung. Noch entscheidender: Erkennt Gewichtsveränderungen, Arthritis, Herzgeräusche oder Tumore.

Vollständiges Blutbild und Chemieprofil. Jährlich oder halbjährlich; überwacht Medikamente und subtile Veränderungen für frühe Diagnosen.

Urinanalyse. Für Infekte, Steine, Diabetes – essenziell bei vermehrtem Trinken/Lassen.

Blutdrucktest. Ab 8–10 Jahren; schützt Herz, Nieren, Augen.

Kot- und Herzwurmtest. Je nach Risiko jährlich.

Zusätzliche Tests auf Anzeichen hin

„Basierend auf Untersuchung und Symptomen“, rät Konecny. Beispiele:

Schilddrüsen-Test. Ab 6–7 Jahren oder bei Lethargie/Gewichtszunahme (Liff).

ACTH-Stimulation/Dexamethason-Test. Bei Durst, Hunger, schlechtem Fell (Cushing, Konecny).

Thorax-Röntgen. Vor Narkosen; prüft Lunge, Herz (Liff).

Bauch-Ultraschall. Für Milz, GI-Trakt, Organe.

Rassenspezifische Tests. Z. B. Nierenbiopsie bei Shih Tzu, Ultraschall bei Terriers für Blasentumore (Hohenhaus).

Bei ungewöhnlichen Symptomen: Sofort zum Tierarzt. „Seien Sie der Advokat Ihres Hundes“, mahnt Konecny. Verstehen Sie Optionen für ein langes, gesundes Leben.

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