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Tiere zur emotionalen Unterstützung (ESA): Fakten von Mythen trennen

Das Tier zur emotionalen Unterstützung (ESA) ist ein relativ neues Konzept unter den Arbeitstieren. Wichtig: Begleittiere und ESAs werden gesetzlich streng unterschieden.

Der Americans with Disabilities Act (ADA) definiert ein Diensttier als „einen Hund oder ein anderes Tier, das speziell trainiert ist, Arbeit oder Aufgaben für Menschen mit Behinderungen zu verrichten“. Diese Aufgaben reichen von einfachen Handlungen wie dem Aufheben fallengelassener Gegenstände für einen schwindelerfahrenen Besitzer bis hin zu komplexen Tätigkeiten, wie Blindenführhunde sie leisten, um ihren Besitzern sicher auf Straßen und Wegen zu helfen.

Im Gegensatz dazu spendet ein ESA Gesellschaft und Trost bei psychischen Erkrankungen wie PTBS, Depressionen, Angststörungen oder Phobien. Laut Dr. Jennifer Coates, Veterinärberaterin bei petMD, dürfen Haustiere nicht einfach als ESA deklariert werden. Sie müssen „von qualifizierten Psychotherapeuten oder Psychiatern als Teil der Behandlung einer diagnostizierten psychischen Behinderung verschrieben“ werden.

Einfach gesagt: ESAs gelten nicht als Diensttiere und erhalten keinen vergleichbaren Bundesschutz. Bundesrecht schützt sie nur beim Wohnen und Fliegen. Sie dürfen in tierfreie Wohnungen oder – oft in Transportboxen – ins Flugzeug. In öffentlichen oder privaten Einrichtungen können sie jedoch ausgeschlossen werden.

Sind Sie verpflichtet, Ihr ESA zu registrieren?

Viele Websites bieten ESA-„Registrierungen“ an – mit ADA-Links, Kundenbewertungen und Verweisen auf Diensttiere. Doch die Wahrheit ist: Legitime ESAs brauchen keine Registrierung. Die notwendige Dokumentation erhalten Sie kostenlos von Ihrem Therapeuten.

Der rechtliche Unterschied zwischen Diensttieren und ESAs ist erheblich. Diensttiere sind fast überall zugelassen, wo Haustiere verboten sind – ESAs meist nicht. Ein ärztliches Schreiben bestätigt Ihren Bedarf und hilft bei Herausforderungen, garantiert aber keinen Zutritt überall. Geschäfts- oder Grundstückseigentümer entscheiden letztlich; eine Verweigerung verstößt nicht gegen das ADA wie bei Diensttieren.

Sollten Sie für einen ESA-Brief bezahlen?

Da keine offizielle ESA-Dokumentation vorgeschrieben ist, erfüllt ein bezahlter Online-Brief selten einen echten Zweck. Ein Schreiben Ihres Arztes reicht aus, um Legitimität nachzuweisen – sparen Sie sich dubiose Anbieter.

ESAs erfüllen einen wertvollen Zweck: Die Vorteile von Haustieren bei psychischen Störungen sind wissenschaftlich belegt. Wenn Ihr Therapeut ein Tier empfiehlt, nutzen Sie diesen Rat. Solche Entscheidungen treffen Fachleute, nicht Online-Shops, die nur Profite wittern.