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Senioren bei der Haustierpflege unterstützen: Praktische Tipps für Familien

Von Samantha Drake

Es ist unbestritten: Katzen und Hunde fördern das Wohlbefinden älterer Menschen emotional und körperlich. Für Personen über 60 sind die Vorteile wissenschaftlich gut belegt.

Laut der American Heart Association senkt der Haustierbesitz das Risiko für Herzerkrankungen – dank mehr Bewegung und sozialer Interaktion. Forscher der State University of New York in Buffalo stellten fest, dass Besitzer von Katzen oder Hunden, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, ihre Stressreaktion auf das Blutdruckniveau halbiert sehen. Eine Studie der Miami University in Oxford, Ohio, veröffentlicht in The Gerontologist, zeigt zudem: Starke Bindungen zwischen Senioren und Haustieren führen zu mehr Kontakten mit anderen Tierbesitzern und weniger Arztbesuchen durch regelmäßige Spaziergänge.

Die Vorteile sind klar, doch mit zunehmendem Alter wachsen die Herausforderungen bei der Pflege. Viele Senioren kämpfen mit eingeschränkter Mobilität, Gedächtnisproblemen oder festem Einkommen. Wichtig ist, Kosten für Futter und Tierarzt, tägliche Pflege und Notfallpläne zu bedenken, betont Susan Kurowski, Geschäftsführerin von Pets for the Elderly in San Tan Valley, Arizona. Ein starkes Unterstützungsnetz aus Familie und Freunden ist entscheidend.

So helfen Sie Senioren bei der Haustierpflege

Praktische Schritte sorgen dafür, dass Senioren und ihre Tiere gesund und glücklich bleiben:

Die Situation realistisch bewerten. Familienmitglieder, Freunde mit Tiererfahrung oder Mitarbeiter von Senioren-Programmen in Tierheimen stellen die richtigen Fragen: Wie viel Hilfe braucht der Senior? Ist Unterstützung dauerhaft verfügbar? Erlaubt die Wohnung Haustiere und passt sie dazu? In einem Hochhaus eignet sich kein Hund, der mehrmals täglich Gassi muss, warnt Kurowski.

Bewerten Sie körperliche und geistige Fähigkeiten individuell – jeder altert anders.

Das passende Haustier wählen. Katzen, Hunde, Sittiche oder Meerschweinchen? Jede Art hat Vor- und Nachteile. Bei Pets for the Elderly sind 60 Prozent der Adoptionen Katzen – kein Gassigehen ist ein Plus. Für mobile Senioren bieten Hunde ideale Bewegungsmöglichkeiten.

Ältere, ruhige Tiere passen perfekt zu Senioren. „Kein Welpe für einen 92-Jährigen mit Rollator“, rät Kurowski. Viele Tierheime haben Programme wie „Senioren für Senioren“ von PAWS in Lynnwood, Washington: Senioren bekommen Katzen oder Hunde ab 7 Jahren für nur 35 $.

Tägliche Unterstützung sicherstellen. Leichteres Katzenstreu kaufen oder regelmäßig vorbeischauen. Mobile Tierkliniken besuchen Seniorenheime, manche liefern sogar Futter. Für einkommensschwache Senioren hilft „Meals on Wheels Loves Pets“: Zuschüsse für Futter, Streu, Pflege und Tierarzt.

Finanzielle Hilfen nutzen. Viele Organisationen unterstützen – lokal wie Seniors for Pets Inc. in Englewood, Florida (Zuschüsse für Untersuchungen und Impfungen), oder national. Die Liste der Humane Society of the United States (HSUS) zu Hilfsorganisationen ist ein guter Start.

Für die Zukunft planen. Wer überlebt wen? Kellie Roberts vom Golden Age Retrievers-Programm von Animal Friends rät: Klären Sie, wer das Tier übernimmt, falls der Senior erkrankt oder verstirbt. Familien ohne Plan bringen Tiere oft ins Tierheim zurück. Senioren können Teile ihres Vermögens für die Tierpflege reservieren – so vermeiden Sie später Probleme.