Von Linda Rodgers
Viele denken, Haustiersicherheit sei nur bei Welpen oder Kätzchen relevant. Doch unabhängig vom Alter können Hunde und Katzen durch Alltagsgegenstände wie Medikamente oder Zimmerpflanzen ernsthaft gefährdet sein. Als erfahrene Tierhalter und mit Rat von Fachärzten zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Zuhause sicher gestalten und Unfälle vermeiden.
Sicherheitsrisiko für Haustiere: Medikamente
"Eine der größten Gefahren im Haushalt sind Medikamente – sei es für Menschen oder Tiere", erklärt Dr. Ann Hohenhaus, Tierärztin am Animal Medical Center in New York City.
Medikamentenbehälter werden oft unbeaufsichtigt gelassen, sodass Hunde oder Katzen sie umwerfen und den Inhalt fressen können. Auch fallen gelassene Pillen oder Vitamine sind ein Risiko und können zu Notfällen führen.
Besonders gefährlich sind Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen, Antidepressiva, Schlaftabletten sowie Hustenbonbons. Katzen sind aufgrund ihrer geringen Größe und Physiologie besonders anfällig für Vergiftungen.
Sicherheitsmaßnahmen für Medikamente
Trennen Sie Tier- und Humanmedikamente klar. Bewahren Sie sie in verschlossenen Dosen auf. Vermeiden Sie Taschen oder Handtaschen auf dem Boden – neugierige Haustiere untersuchen alles.
Sicherheitsrisiko für Haustiere: Stromkabel
"Kauen an Kabeln kann Stromschläge verursachen", warnt Dr. Bruce G. Kornreich, stellvertretender Direktor des Cornell Feline Health Center. Auch ältere Tiere sind von baumelnden Kabeln angezogen.
Sicherheitstipps für Kabel
Bündeln oder verdecken Sie Kabel, rät Dr. Hohenhaus. Sprühen Sie Abwehrmittel oder nutzen Sie Produkte wie PetSafe SSSCAT-Spray, das bei Bewegung aktiviert wird. Alufolie oder Zeitungspapier um Kabel herum schreckt Katzen ab.
Sicherheitsrisiko für Haustiere: Lebensmittel
Manche Lebensmittel verursachen nur Magenprobleme, andere sind hochgiftig. Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch führen zu Anämie; Trauben und Rosinen zu Nierenversagen. Xylit in Kaugummi oder Diätprodukten schädigt Hunde-Leber und senkt den Blutzucker. Schokolade (besonders dunkle) enthält für Hunde toxische Theobromin und Koffein, mit Symptomen wie Erbrechen, Herzrasen oder Krämpfen.
Sicherheitsmaßnahmen für Lebensmittel
Schotten Sie die Küche mit Gittern ab, z. B. dem extra hohen Regalo Easy Step Durchgangsgitter. Für Katzen eignet sich Plexiglas. Verwenden Sie haustiersichere Mülleimer und mahnen Sie Kinder, nichts liegen zu lassen.
Sicherheitsrisiko für Haustiere: Pflanzen
Giftig für Katzen: Philodendren, Tulpen, Hortensien – vor allem Lilien, die Nierenschäden verursachen. Für Hunde: Tulpenzwiebeln, Sagopalmen. Gemeinsam giftig: Mistel, Stechpalme, Cyclamen.
Sicherheitsmaßnahmen für Pflanzen
Entfernen Sie Giftpflanzen und ersetzen Sie sie durch sichere Alternativen wie Usambaraveilchen, Farne, Orchideen oder Spinnenpflanzen. Prüfen Sie vor dem Kauf immer die Giftigkeit.
Sicherheitsrisiko für Haustiere: Stürze aus der Höhe
Fenster, Balkone oder Treppen bergen Risiken, besonders für jagende Katzen oder kleine Hunde, betont Dr. Kornreich.
Sicherheitsmaßnahmen gegen Stürze
Nutzen Sie Gitter an Treppen, z. B. das Safety 1st Haustierschutzgitter. Sichern Sie Fenster mit Gittern oder limitierter Öffnung. Auf Balkonen helfen Netze oder Acrylplatten. Immer beaufsichtigen!
Sicherheitsrisiko für Haustiere: Allergene
"Hunde und Katzen leiden unter Allergenen wie Schimmel, Pollen oder Rauch", sagt Dr. Kornreich. Das kann Juckreiz, Asthma oder Krebs fördern.
Sicherheitsmaßnahmen gegen Allergene
Halten Sie Fenster geschlossen, saugen mit HEPA-Filter und waschen Sie Tierwäsche. Raucher nur draußen.