Von Geoff Williams
Wildkatzen rühren in Gemeinden oft gemischte Gefühle – von Zuneigung bis Ablehnung. Doch immer mehr Tierschützer engagieren sich für ihren Schutz und die Populationskontrolle, damit diese straßenerprobten Katzen gesund gedeihen können.
Organisationen und Privatpersonen stellen Futter, medizinische Hilfe und TNR-Dienste (Fang-Kastration-Rückgabe) bereit. Die Pflege von Wildkatzen ist jedoch ein großes Engagement, das nicht für jeden geeignet ist. Überlegen Sie gründlich, bevor Sie starten.
Was umfasst die Pflege von Wildkatzen?
Ein Überblick über die Aufgaben. Die Betreuung erfordert Zeit und Geld – oft mehr, als man ahnt. Jennifer Behler, Chief Operating Officer der San Diego Humane Society, erklärt, dass die meisten Koloniebetreuer folgendes leisten:
- Tägliches Futter und Wasser
- Fang, Kastration/Neutrum und Rückgabe (TNR) mit Ohrenschnitt
- Schutz vor Witterung
- Überwachung der Gesundheit durch tierärztliche Versorgung oder humane Euthanasie bei Bedarf
- Aktuelle Tollwutimpfungen, gesetzlich vorgeschrieben in den meisten Regionen (regelmäßige Auffrischung erforderlich)
Auf höherem Niveau bieten ambitionierte Betreuer zusätzlich:
- Impfungen gegen katzenpezifische Krankheiten wie Leukämie
- Parasitenprävention, inklusive Herzwurm- und Floh-/Zeckenmittel
- Sorge um Kätzchen von trächtigen Weibchen
- Suche nach Indoor-Plätzen für sozialisierbare Katzen oder Kätzchen; Scannen auf Mikrochip und Meldung als Streuner
Wie viel kostet die Pflege einer Wildkatzenkolonie?
Die Futterkosten variieren je nach Marke und Koloniegröße. Judith Yancey aus Brooklyn betreut seit fast zwei Jahren eine Kolonie. Begann mit 9–12 Katzen, jetzt 3–4. Sie gibt monatlich ca. 60 USD aus. Ein Nachbar füttert 30 Katzen – das wären bei gleichem Verbrauch 600 USD/Monat. "Große Mengen kaufen spart viel", rät Yancey.
Wer übernimmt die medizinische Versorgung?
Medizinische Pflege ist zeit- und kostenintensiv. Starten Sie mit TNR, um Populationswachstum zu stoppen – von 5–6 auf 50–60 Katzen vermeiden! Yancey empfiehlt lokale Tierrettungen: Ihre Kolonie profitiert von günstigen Tarifen durch Tierarztkontakte, Fallen und Fanghilfe. Kranke Katzen verstecken sich oft; bei Bedarf selbst zahlen.
Machen Sie es zum Teamprojekt
Allein anfangen ist okay, doch bei Wachstum Nachbarn einbeziehen. Jen Weaver betreut seit acht Jahren Wildkatzen und engagiert sich bei Itty Bitty Kitty (501(c)(3)-Organisation in Pennsylvania). Sie warnt: Viele füttern, wenige kooperieren bei TNR. Ein Nachbar blockt den Fang von Kätzchen – legal problematisch.
Starten Sie nur, was Sie durchhalten
Wie bei einer Adoption: Langfristverpflichtung! "Finanzen sind sekundär zur täglichen Pflicht – Regen, Schnee oder Faulheit zählen nicht", sagt Yancey. Urlaubsvertretung organisieren! Katzen verlassen ihr Revier nicht leicht und verhungern sonst. Behler: "Lebenslange Unterstützung erforderlich. Beim Umzug: Nachfolger schulen oder Katzen umsiedeln." Yancey: Eine Ex-Betreuerin fährt wöchentlich zurück – echte Hingabe!
Fotokredit: iStock/Nikola Nastasic