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Gewichtsabnahme bei Haustieren erleichtern: Experten-Tipps für Hunde und Katzen

Von Paula Fitzsimmons

Übergewicht bei Hunden und Katzen grassiert wie eine Epidemie. Viele pelzige Begleiter müssen abnehmen. Sehen Sie Kalorienzählen nicht als Strafe, sondern als liebevolle Fürsorge.

„Pummelige Tiere wirken oft süß, doch Übergewicht verursacht schwere Gesundheitsprobleme, die Lebensqualität mindern und die Lebenserwartung verkürzen“, warnt Dr. Wendy Mandese, klinische Assistentin Professorin am College of Veterinary Medicine der University of Florida in Gainesville. „Betroffen sind Typ-2-Diabetes (vor allem bei Katzen), Arthritis im Frühstadium, Bluthochdruck, Bänderrisse, Wirbelsäulenstörungen (einschließlich Lähmungen) und Herzkrankheiten.“

Der Wechsel von Tischresten und üppigen Portionen zu einer Diät ist herausfordernd – für Tiere wie für Menschen. Glücklicherweise erleichtern gezielte Schritte den Übergang für Tier und Halter.

Jeden Ernährungsplan starten Sie mit Ihrem Tierarzt. Er ermittelt das Idealgewicht, den Kalorienbedarf und überwacht den Fortschritt.

Schrittweise umstellen

Die Umstellung muss langsam erfolgen, rät Dr. Joe Bartges, Professor für Medizin und Ernährung am College of Veterinary Medicine der University of Georgia in Athens. Es dauert typisch 3–4 Tage, manchmal länger.

„Studien zeigen: Es kann Wochen oder Monate dauern. Geben Sie nicht auf“, betont der Facharzt für Tierernährung und Innere Medizin. „Erhöhen Sie die neue Futtermenge schrittweise, während Sie die alte reduzieren.“ Dr. Mandese empfiehlt, täglich 25 % mehr neues Futter zu geben.

Gewichtsverlust braucht Zeit, sagt Dr. Donna Raditic, diplomierte Veterinärernährungsberaterin bei Nutrition and Integrative Medicine Consultants in Athens, Georgia. „Wenig Fortschritt freut mich schon, denn es ist schwer – wir bewegen uns in die richtige Richtung.“

Wiegen Sie Futter präzise mit einer Grammwaage. „So passen wir exakt an, z. B. um 10–20 % weniger Gramm täglich. Es wirkt weniger radikal als von einer halben auf eine viertel Tasse Trockenfutter“, erklärt Raditic.

Tiere sollten maximal 1–2 % Körpergewicht pro Woche verlieren, rät Dr. Zenithson Ng, klinischer Assistenzprofessor an der University of Tennessee, College of Veterinary Medicine. „Wiegen Sie regelmäßig (zunächst alle 2–4 Wochen) auf der gleichen Waage in der Praxis.“

Kreativ mit Snacks umgehen

Snacks fördern Übergewicht massiv, sagt Mandese, Spezialistin für Grundversorgung und Zahnmedizin. „Eine Handvoll kommerzieller Leckerlis kann Kalorien einer Mahlzeit haben – auch bei Premium-Produkten.“

Trotzdem: Snacks bleiben möglich. „Ich rate zu gefrorenem Gemüse wie grünen Bohnen oder Babykarotten statt Fertigprodukten. Brechen Sie Leckerlis in Stücke“, schlägt sie vor. „Apfelscheiben gelegentlich ok, aber Obst sparsam wegen Zucker. Vermeiden Sie Giftiges: Zwiebeln, Weintrauben, Rosinen, Avocados. Und künstliche Süßstoffe wie Xylit – tödlich für Hunde in Kleinmengen.“

Bei Vorliebe für Trockenfutter: Nutzen Sie es als Snack, rät Ng. „Teilen Sie die Tagesration: Morgens/abends ¾ Tasse, Rest verteilt als Belohnung. Kalorien bleiben gleich, Snack-Gefühl bleibt.“

Essen attraktiver machen

Gegenvakuumieren Sie Kalorienkürzung durch mehr Geschmack. „1–2 Esslöffel Nassfutter pro Mahlzeit machen Spaß – aber in Kalorien einrechnen und Trockenfutter anpassen“, empfiehlt Mandese.

Oder Aromen hinzufügen: „Thunfischwasser oder Hühnerbrühe locken. Oft reicht Nassfutter“, sagt Ng.

Raditic schlägt hausgemachte Diäten vom American College of Veterinary Nutrition vor. „Bei einer Kundin mit fettarmem Hüttenkäse und Gemüse nahmen Sheltie und Halterin ab – sie 25 Pfund mehr Gemüse!“

Verschreibungspflichtige Diäten besprechen: „Sie sind kalorienarm, aber geschmacklich top“, lobt Ng.

Für Futter arbeiten lassen

Nutzen Sie Instinkte: Futterautomaten erlauben kleine Portionen, ideal für Katzen, sagt Raditic, Mitgründerin des Companion Animal Nutrition & Wellness Institute. „Abwiegen und programmieren – präzise Kalorien den Tag über.“

Futterspielzeug fördert Bewegung: „Katzen jagen, Hunde rollen – plus Umweltanregung.“

Apropos Aktivität: Langeweile oder Stress treiben zum Fressen, warnt Mandese. „Mehr Bewegung stärkt Wohlbefinden und Abnehmen.“

Kreative Fütterung mildert den Diätstart, verbessert Gesundheit. „Abnehmen ist kein Folter, sondern lebenswichtig – sonst töten Sie mit Güte“, fasst Bartges zusammen.