Am 3. Juni 2019 von Dr. Hanie Elfenbein, DVM, PhD, auf Genauigkeit überprüft und aktualisiert
Viele Hundebesitzer und Katzenfreunde, die Tieren nichts zuleide tun wollen, machen bei Flöhen und Zecken eine Ausnahme. Während zugelassene Floh- und Zeckenmittel die effektivste Prävention in der Saison darstellen, greifen einige zu Hausmitteln. Diese Methoden sind jedoch wirkungslos und können sogar schaden.
Als erfahrene Tierärzte mit Jahrzehnten Praxis wissen wir: Solche Hausmittel bekämpfen weder Flöhe noch Zecken zuverlässig. Hier sind neun gängige Ansätze, die nicht nur scheitern, sondern die Gesundheit Ihres Haustiers gefährden können.
Spülmittel
Viele baden ihr Tier mit Spülmittel gegen Flöhe. Ein spezielles Flohshampoo wäre besser, doch Spülmittel reicht nicht. "Die Haut von Hunden und Katzen hat einen anderen pH-Wert als menschliche Haut – Spülmittel reizt und trocknet sie aus", erklärt Dr. Robert Lofton, Tierarzt mit 44 Jahren Erfahrung und klinischer Assistenzprofessor am College of Veterinary Medicine der Auburn University in Alabama. "Es kontrolliert Flöhe nicht."
Selbst wenn es adulte Flöhe tötet, vermehren sich die Überlebenden in Haus und Tier. Baden wirkt nicht gegen Eier und Larven. "Flöhe durchlaufen vier Stadien: Ei, Larve, Puppe, Adult. Nur Mittel, die den gesamten Zyklus bekämpfen, helfen", betont Dr. Lofton. Bei Welpen oder Kätzchen, die noch keine Medikamente bekommen dürfen, ist Spülmittel vorübergehend vertretbar – doch Umgebungsmaßnahmen sind essenziell, sonst kehrt der Befall sofort zurück.
Knoblauch
Manche raten zu Knoblauch mit Bierhefe im Futter: Der Geruch soll Flöhe abschrecken. Doch Hunde und Katzen schwitzen nicht wie Menschen. "Knoblauch wehrt weder Flöhe noch Zecken ab", sagt Dr. Mike Hutchinson, Tierarzt bei Animal General in Cranberry Township, Pennsylvania.
Worse: Knoblauch ist in hohen Dosen für Hunde giftig. Halten Sie es fern.
Apfelessig
Apfelessig (ACV) tötet Flöhe nicht und ist unsicher. Sein Geruch und die Klebrigkeit stören Sie vielleicht, Parasiten nicht. "Hunde und Katzen sind keine pelzigen Menschen – ACV ist für sie riskant", warnen Experten. Da Tiere lecken, was aufgesprüht wird, kann es schaden.
Alkohol
Reinigungsalkohol tötet Flöhe und Zecken, aber richtig angewendet: Werfen Sie sie in ein Glas Alkohol. "Nie Alkohol auf eine Zecke am Hund gießen – sie spuckt dann Gift aus", rät Dr. Lofton. Ziehen Sie mit Pinzette und Handschuhen nah am Hautansatz gerade heraus. Flohbekämpfung per Alkohol ist unpraktisch und topisch gefährlich.
Zedernöl
"Zedernöl kann Insekten abwehren, reizt aber stark die Haut", warnt Dr. Hutchinson. Es verursacht Probleme, selbst über Späne im Bett. Bei Lecken drohen Leberschäden, beim Einatmen Lungenprobleme. Teebaum- oder Eukalyptusöl sind ebenso giftig in effektiver Dosierung.
Salz
Salz entwässert Floheier und Larven, erfordert aber toxische Mengen – gefährlich beim Ablecken. Praktisch unmöglich, alle Ecken zu salzen.
Borsäure (Borax)
In Flohpulvern enthalten, tötet Borsäure nur fressende Larven (35 % der Population). Erwachsene Flöhe (ernähren sich blutsaugend), Eier (50 %) und Puppen (10 %) bleiben unberührt.
Backpulver
Backpulver absorbiert Gerüche, tötet aber keine adulten Flöhe. Keine Evidenz für Wirksamkeit gegen Eier oder Larven.
Kokosöl
Kokosöl lindert Entzündungen und unterstützt Kognition, wehrt aber keine Parasiten ab. Topisch macht es Böden fettig, ohne Schutz. Antwort auf "Tötet Kokosöl Flöhe?": Klares Nein.
Nur tierärztlich approbierte Mittel verwenden
Die beste Bekämpfung? Vet-empfohlene Produkte wie Tabletten, Tropfen oder Halsbänder. "Wohlmeinende Hausmittel können Nebenwirkungen verursachen", sagt Dr. Hutchinson. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Flöhe übertragen Krankheiten – schützen Sie Tier und Familie mit bewährten Mitteln.
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Von: Dr. Geoff Williams