TerminologieUrolithiasis beschreibt die Bildung oder das Vorhandensein von Harnsteinen im Harnsystem. Nephrolithiasis bezieht sich speziell auf Steine in der Niere, Cystolithiasis auf Steine in der Harnblase und Ureterolithiasis auf Steine im Harnleiter. Urolithiasis ist die häufigste Ursache für Obstruktionen der unteren Harnwege.
Symptome
- Manche Haustiere zeigen anfangs Hämaturie (Blut im Urin) und häufiges, aber tropfenweises Urinieren.
- Pyurie (Eiter im Urin) tritt auf; der Urin ist alkalisch und enthält oft Albumin, Eiterzellen, Blutzellen sowie Nierenabgüsse.
- Viele Tiere nehmen die Urinierhaltung ein, können aber keinen Urin absetzen.
- Haustierbesitzer bemerken oft übermäßiges Lecken am Genitalbereich.
- Einige Hunde mit Blas- oder Nierensteinen zeigen gar keine Symptome.
- Die Diagnose basiert auf den oft unspezifischen Symptomen.
- Zuerst wird eine Urinanalyse inklusive Urinkultur durchgeführt.
- Ultraschall des Unterbauchs ist essenziell: Er visualisiert Niere, Harnblase und Übergänge und eignet sich hervorragend für die Nachsorge.
- Röntgenaufnahmen bestätigen Blasensteine. Die meisten sind röntgendicht und erscheinen als weiße Formationen; einige sind durchlässig und nicht sichtbar.
Behandlung
Ihr Tierarzt entscheidet zwischen medizinischer und chirurgischer Therapie, abhängig von Größe, Art und Lage des Steins.
— Von Dr. Munmun De, Tierärztin