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Ersticken bei Katzen: Symptome erkennen und Heimlich-Manöver richtig anwenden

Ersticken tritt auf, wenn ein Fremdkörper den Kehlkopf oder die Luftröhre blockiert und den Luftstrom behindert. Das kann ein kleiner Gegenstand wie eine Stiftkappe, eine Glocke oder ein Fingerhut sein. Glücklicherweise ist eine vollständige Blockade bei Katzen selten, doch schnelles Handeln ist entscheidend.

Symptome, auf die Sie achten sollten

  • Scharren am Mund, starkes Sabbern
  • Husten oder Würgen
  • Zeichen von Angst oder Panik
  • Atembeschwerden
  • Ohnmacht, Bewusstlosigkeit oder vollständiger Atemstillstand
  • Mundgeruch, Appetitlosigkeit oder Lethargie (bei längerer Blockade)

Häufigste Ursachen

Kleine Teile von Katzenspielzeug wie Bommeln oder Glöckchen, zersplitterte Knochen oder andere Fremdkörper können im Rachen stecken bleiben und zu einer Blockade führen.

Sofortmaßnahmen zu Hause

Wenn Ihre Katze bei Bewusstsein ist und nicht zu panisch wirkt, öffnen Sie vorsichtig das Maul und suchen Sie nach Fremdkörpern. Entfernen Sie sie nur, wenn es sicher möglich ist. Bei Aufregung wickeln Sie die Katze in ein Handtuch oder transportieren Sie sie in einer Box zum Tierarzt.

Bei Bewusstlosigkeit und erschwertem Atmen gehen Sie so vor:

  • Öffnen Sie den Mund und ziehen Sie die Zunge vor. Greifen Sie sichtbare Fremdkörper mit Finger oder Pinzette.

  • Falls das scheitert, wenden Sie das Heimlich-Manöver an:
    1. Legen Sie die Katze auf die Seite.
    2. Platziieren Sie eine Hand auf dem Rücken.
    3. Legen Sie die andere Hand auf den Bauch, direkt unter den Rippen.
    4. Geben Sie mehrere kräftige Stöße nach innen und oben.
    5. Prüfen Sie den Mund, entfernen Sie Fremdkörper, schließen Sie den Mund und atmen Sie kurz durch die Nase ein.
    6. Wiederholen Sie, bis die Atemwege frei sind.
    7. Bei anhaltendem Atemstillstand: Puls prüfen. Bei Bedarf HLW oder Beatmung starten und sofort zum Tierarzt.

Warnung bei Schnüren: Schneiden Sie Fäden, Schnüre oder Lametta ab, ziehen Sie nicht! Sie haken oft innen fest und verschlimmern das Problem.

Tierärztliche Behandlung

Diagnose

Basierend auf Anamnese, klinischer Untersuchung und ggf. Röntgenbildern von Kopf, Hals und Brust. Sedierung kann nötig sein.

Behandlung

Sedierung oder Narkose zur Entfernung. Von einfachem Herausziehen bis hin zu Operationen. Schäden erfordern ggf. Nähte oder Antibiotika.

Heilung und Nachsorge

Meist unkompliziert. Mögliche Komplikationen: Lähmung des Kehlkopfs, Strikturen durch Narben oder neurologische Defizite wie Blindheit bei Sauerstoffmangel.

Prävention

Überwachen Sie die Umgebung wie bei Kleinkindern. Katzenspielzeug ist nicht immer sicher – prüfen Sie regelmäßig auf Abnutzung.