Von Kate Hughes
Zu den unangenehmsten Parasiten auf Ihrer Katze zählen Zecken – furchterregend und potenziell gefährlich. Diese Blutsauger übertragen Krankheiten, die die Gesundheit Ihrer Katze ernsthaft bedrohen können. Als Katzenbesitzer ist es essenziell, wachsam zu sein, Zecken früh zu erkennen, zu entfernen und vorbeugend zu handeln.
Welche Gefahren bergen Zecken für Katzen?
Außer Hauskatzen, die nach draußen gehen – auch unter Aufsicht –, sind besonders gefährdet. Selbst reine Wohnungskatzen sind nicht sicher: „Zecken können über Hunde ins Haus gelangen, herunterfallen und sich an der Katze festsetzen“, erklärt Dr. Daniel Morris, Dermatologie-Professor an der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine in Philadelphia.
Wie bei Menschen und Hunden übertragen Zecken via Biss Krankheiten. Lyme-Borreliose trifft Katzen selten, da sie resistent sind. Besorgniserregender ist Hämobartonellose, die durch Zeckenbakterien eine lebensbedrohliche Anämie auslösen kann, warnt Dr. Jennifer Coates, Veterinärberaterin bei petMD. Bobcat-Fieber (Cytauxzoonose) ist katzenspezifisch tödlich, wenn unbehandelt: Symptome umfassen Anämie, Lethargie, Fieber, Atemnot und Gelbsucht. Weitere Risiken: Tularemie, Cytauxzoonose, Ehrlichiose und Babesiose.
So untersuchen Sie Ihre Katze auf Zecken
Bei Freigängern oder Zecken am Hund/Haus: Vollkörpercheck! Zecken bevorzugen haararme Stellen. „Um Kopf, Ohren, Wangen und Augenlider finden Sie sie oft – dort ist das Fell dünn“, rät Dr. Erica Hohenhaus, Onkologin und Katzenexpertin. Auch Bauch und unter dem Halsband sind Risikozonen.
Dr. Morris empfiehlt, unter dem Halsband nachzuschauen. Dr. Hohenhaus ergänzt: „Bei Hunden sitzen Zecken oft zwischen Zehen – bei Katzen seltener, da der Raum eng und sie pedantisch sauber sind.“
Zeckenbisse bei Katzen vorbeugen
Eine gründliche Suche ist ratsam, Flohkämme eignen sich durch enge Zähne. Katzen mögen Ganzkörperkämmen oft nicht. „Bürsten Sie täglich und integrieren Sie die Kontrolle – wählen Sie eine Bürste, die Ihrer Katze gefällt“, tippt Dr. Hohenhaus.
Beide Experten, Dr. Morris und Dr. Hohenhaus, raten zu Floh- und Zeckenmitteln. Ausnahmen: Katzen in Hochhäusern ohne Risiko. Bei Waldnähe oder Freigängern: Prävention ist sicherer.