Von Maura McAndrew
Straßenkatzen, Streuner oder Gemeinschaftskatzen – wie auch immer man sie nennt, viele von uns haben sie schon gesehen: Katzen, die suchend durch die Straßen ziehen. Die Humane Society schätzt, dass es in den USA etwa 30 bis 40 Millionen solcher Katzen gibt, sowohl verwilderte als auch ehemalige Haustiere. Glücklicherweise nehmen zahlreiche Rettungsorganisationen diese Katzen auf und vermitteln sie an liebevolle Familien. Die Adoptionsraten steigen stetig.
"Ich denke, es ist entscheidend, aus Tierheimen zu adoptieren, denn diese Organisationen arbeiten direkt auf der Straße", erklärt Felicia Cross, Präsidentin und Geschäftsführerin von Forgotten Cats, einer Non-Profit-Rettungsorganisation in Pennsylvania, Delaware, New Jersey und Maryland. Viele Katzen haben Zeit auf der Straße verbracht – selbst wenn Ihre Katze aus einem Haushalt kommt, war sie möglicherweise zuvor obdachlos. "Ehrlich gesagt ist die Chance höher, einen Streuner zu adoptieren als ein reines Haustier", betont sie.
Deshalb ist es wichtig, die typischen Herausforderungen zu kennen. Wie helfen Sie Ihrer Katze beim Anpassen und schaffen ihr das beste Leben? Basierend auf Erfahrungen unserer Experten haben wir einen praxisnahen Leitfaden erstellt. Und seien Sie beruhigt: Die Belohnung ist enorm. "Einige der freundlichsten, liebevollsten und anhänglichsten Katzen, die ich je hatte, waren Streuner", sagt Cross. "Sie sind unglaublich dankbar."
Katzen aus früherem Besitz vs. Wildkatzen
In unseren Gemeinden leben zwei Katzenarten: verwilderte und ehemalige Haustiere, die wir als "streunend" bezeichnen. Der Unterschied ist klar, wie Cross beschreibt: "Ein Wildtier lässt sich nicht anfassen, sucht keine Zuneigung und hat Angst vor Menschen. Eine streunende Katze hingegen kommt näher."
Selbst schüchterne Streuner zeigen nicht die Panik von Wildkatzen. "Stellen Sie Futter und Wasser hin, sie kehren zurück, und Sie können sie schließlich berühren", sagt Kathy Balsiger, Präsidentin und Mitgründerin von StreetCats Inc., einer ehrenamtlichen Rettungsorganisation in Tulsa, Oklahoma. "Wildkatzen fliehen bei jedem Annäherungsversuch."
Echte Wildkatzen sind meist nicht adoptierbar, da sie nie sozialisiert wurden. Frühere Haustiere leben oft in Kolonien mit Wildkatzen, unterscheiden sich aber im Verhalten.
Medizinische Probleme
Gesundheitsrisiken sind bei Streunern häufig. "Bringen Sie freundliche Fundkatzen sofort zum Tierarzt: Untersuchung, Kastration, Impfungen, Entwurmung, Floh- und Milbenbehandlung", rät Cross.
Balsiger empfiehlt Tests auf Parasiten wie Kokzidien oder Giardien sowie auf ernste Erkrankungen wie Katzenleukämie oder FIV – nur per Bluttest erkennbar. "Diese können symptomlos übertragen werden und andere Tiere gefährden."
Straßenkatzen sind nicht per se krank – es hängt von ihrer Geschichte ab. Bei Mehrhaustieren: Zwei Wochen Quarantäne in einem kleinen Raum. "Das reicht, um Infektionen wie Atemwegserkrankungen, Calici oder Panleuk zu erkennen", erklärt Cross. Gilt für Adoptionskatzen aus jedem Ursprung.
Verhaltensprobleme
"Es gibt 101 Gründe für Verhaltensprobleme bei Katzen", sagt Balsiger. Anpassungsphasen sind normal, Lösungen einfach. "Bieten Sie Kratzbäume, um Möbel zu schonen."
Klo-Probleme? Probieren Sie Streusorten aus, halten Sie es täglich zweimal sauber. Außerhalb urinieren kann medizinisch sein – Tierarzt konsultieren.
Spraying bei unkastrierten oder frisch kastrierten Katern, besonders bei Mehrkatzenhaushalten. Beharrt es? Tierarzt prüfen.
Geduld ist Schlüssel. "Retten Sie eine Katze, nehmen Sie sie so, wie sie ist – behandeln Sie sie wie ein Kind", rät Balsiger.
Schüchternheit oder Ängstlichkeit
Straßenkatzen können schüchtern sein, abhängig von ihrer Straßezeit und Traumata. "Manche schlafen sofort ein, andere verstecken sich wochenlang", sagt Cross.
Manche erlitten Misshandlungen: "Freundliche Streuner bitten um Futter – und bekommen Tritte." Langsam einführen: Zuerst an Sie gewöhnen, dann Haus erkunden. Quarantäne-Raum ohne Versteckmöglichkeiten. Bei Starkängstlichen: Tage in Transportbox.
Ziel: Vertrauen aufbauen. "Diese Bindung ist einmalig wunderbar."
Anpassung an das Wohnen in Innenräumen
Straßenleben erschwert den Übergang ins Haus. "Es ist neu für beide – halten Sie sie drinnen wegen Risiken", rät Balsiger. Impfungen und Chip sind Pflicht, falls Auslauf.
Zwei Wochen Hauszeit etabliert "Zuhause". Manche Katzen sind erleichtert: "Verfilztes Fell, raue Pfoten – drinnen sind sie dankbar gerettet", sagt Cross.
Weitere Informationen: Flöhe, Zecken und Wildkatzen: Was wird getan?