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Katzenzuneigung: Natur oder Erziehung? Expertenrat für mehr Nähe zu Ihrer Katze

Am 2. Juli 2018 von Jennifer Coates, DVM, auf Genauigkeit geprüft und aktualisiert.

Natur oder Erziehung? Diese Frage stellt sich bei der Zuneigung von Katzen. Die klare Antwort: Beides spielt eine Rolle.

Dr. Shannon Stanek, DVM und Inhaberin der Exton Vet Clinic in Pennsylvania, vergleicht es mit Menschen: Persönlichkeit und Erziehung bestimmen gemeinsam, wie anhänglich eine Katze wird.

Stanek unterstreicht, dass beide Faktoren gleich wichtig sind, wobei die ersten vier Lebensmonate entscheidend sind. „Katzen, die in dieser Phase mit Menschen aufwachsen, sind meist anhänglicher und aufmerksamer“, erklärt sie. „Wilde Kätzchen fehlt oft menschliche Interaktion – sie lernen jedoch, Kontakt zu schätzen, wenn man sie liebevoll behandelt.“

Die zertifizierte Katzenverhaltensberaterin Mieshelle Nagelschneider, bekannt als „Die Katzenflüsterin“, sieht vielfältige Einflüsse auf das Verhalten. „Ich habe Katzen aus harten Verhältnissen erlebt, die unglaublich liebevoll wurden, und umgekehrt Katzen aus idealen Bedingungen, die zurückhaltend blieben.“

Vorsichtig behandeln

Frühe Sozialisierung ist nach Dr. Stanek essenziell. Lehren Sie Kätzchen richtig mit Spielzeug umzugehen.

„Respektieren Sie sie, lieben Sie sie, setzen Sie sie vielen Menschen aus und verbieten Sie Kratzen und Beißen“, rät Stanek. „Viele Halter finden wildes Spiel süß, ohne zu ahnen, dass es Jagdinstinkte trainiert. Eine katzenfreundliche Umgebung mit Spielzeug verhindert spätere Aggressionen.“

Das Vertrauen Ihrer Katze gewinnen

Raum geben und Vertrauen aufbauen stärkt die Bindung und fördert Zuneigung.

„Bei unliebvollen Adultkatzen hilft Gelassenheit ohne Druck“, sagt Dr. Stanek. „So verbinden sie Sie mit Positivem.“

Susan Bulanda, zertifizierte Tierverhaltensberaterin, ergänzt: „Katzen mit Hang zu Menschen überwinden Negatives. Manche binden sich nur an eine oder zwei Personen.“

Positive Assoziationen schaffen

Katzen sind lernfähig – auch Ältere lassen sich umerziehen.

Bulanda empfiehlt, Pflege und Arztbesuche mit sanfter Handhabung und Leckerlis zu verbinden.

„Zwingen Sie nie zum Anfassen. Katzen brauchen Fluchtoptionen und vergessen negative Erfahrungen nicht“, warnt sie.

Gesundheit prüfen

Plötzliche Veränderungen wie Distanz oder Aggression deuten auf Krankheiten hin. Lassen Sie Ihre Katze tierärztlich untersuchen.

Kann meine Katze anhänglicher werden?

Nagelschneider, mit 20 Jahren Erfahrung in Tausenden Beratungen, sieht Verbesserungen fast immer – sogar bei Wildkatzen – durch Zeit und Geduld.

Bulanda stimmt zu: „Katzen zeigen Zuneigung unterschiedlich, vom Schlafen in der Nähe bis zu Kuscheln. Wichtig ist Sicherheit und Wohlgefühl.“

Rassen und Bedürfnisse

Anhängliche Rassen wie Ragdoll oder Burma sind oft freundlich. Genetik prägt Persönlichkeit, ergänzt durch Erziehung und Umwelt.

„Pflege, Aufmerksamkeit und frühe Erfahrungen zählen – besonders bei Traumatisierten“, sagt Bulanda. Es ist keine exakte Wissenschaft: Pflegen Sie weiter und beobachten Sie Veränderungen.