Adrienne ist eine zertifizierte Hundetrainerin und ehemalige Tierarzthelferin, die mit einigen der besten Tierärzte weltweit zusammenarbeitet.

Es ist entscheidend zu verstehen, warum Hunde sich an den Augen kratzen, um frühe Anzeichen von Problemen zu erkennen, die eine sofortige tierärztliche Behandlung erfordern.
Augenprobleme bei Hunden dürfen Sie nie auf die leichte Schulter nehmen. In manchen Fällen kann ein Hund sein Augenlicht innerhalb von weniger als 24 Stunden verlieren.
In diesem Artikel erklärt Tierärztin Dr. Ivana Crnec, Absolventin der Fakultät für Veterinärmedizin an der Universität Sv. Kliment Ohridski in Bitola, Republik Mazedonien:
- warum Augenprobleme bei Hunden schwer zu erkennen sind
- zehn häufige Gründe für das Kratzen der Augen bei Hunden
- wie wichtig es ist, sofort zum Tierarzt zu gehen, wenn Hunde Augenprobleme entwickeln
10 Gründe, warum Ihr Hund sich an den Augen kratzt
Augenprobleme bei Hunden sind oft schwer zu erkennen – Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen.
Als verantwortungsvoller Hundebesitzer achten Sie auf Warnsignale wie wiederholtes Kratzen an den Augen.
Warum kratzen Hunde sich die Augen? Es gibt zahlreiche Ursachen. Wir beleuchten die häufigsten Szenarien mit Symptomen und Behandlungen. Los geht's.
1. Augenschleim
Verklebte Augen durch Schleim sind normal und treten bei Hunden wie bei Menschen nach dem Schlafen auf.
Keine Behandlung nötig – entfernen Sie den Schleim einfach sanft, da er unangenehm ist und die Sicht behindern kann.
Verwenden Sie sterile Gaze, angefeuchtet mit Kochsalzlösung (leicht vorgewärmt bei hartnäckigem Schleim).
2. Blepharitis
Blepharitis ist eine Entzündung der Augenlider durch Bakterien, Parasiten oder Erkrankungen wie Hypothyreose.
Symptome: Schwellung, Rötung, Schorf. Häufige Ursache: Demodikose (Demodex-Milben).
Behandlung: Topische Antibiotika, Entzündungshemmer, Reinigung; bei Demodex antiparasitäre Mittel.
3. Konjunktivitis
Entzündung der Bindehaut mit Rötung, Ausfluss (klar bis gelb-grün), Krusten und Kratzen.
Sofort zum Tierarzt – unbehandelt drohen bleibende Schäden. Therapie: Augentropfen, Reinigung.
4. Keratitis
Hornhautentzündung führt zu Trübung, Juckreiz, Tränen, Lichtscheu und drittem Lid.
Ursachen: Bakterien, Pilze, Geschwüre. Dringend tierärztlich behandeln, sonst Erblindung.
5. Hornhautgeschwüre
Wunden der Hornhaut durch Trauma oder Systemerkrankungen (z. B. Diabetes).
Symptome: Starkes Kratzen, Lichtscheu, Tränen, geschlossene Augen. Schnelle Progression – Fluorescein-Test, Antibiotika oder OP.
6. Glaukom
Erhöhter Augeninnendruck (primär rassespezifisch: Akita, Beagle etc.; sekundär durch Verletzungen).
Schmerzhaftes Kratzen. Therapie: Medikamente oder Chirurgie – unbehandelt irreversibel.
7. Entropium
Angeborene Einrollung des Lids (häufig bei Shar Pei, Bulldogge etc.), Wimpern reizen das Auge.
Symptome: Kratzen, Blinzeln. Chirurgische Korrektur empfohlen.
8. Allergien
Umweltallergene (Pollen, Staub etc.) verursachen Rötung, Tränen, Kratzen.
Behandlung: Allergiemanagement (Antihistaminika, Desensibilisierung, CBD-Öl – mit Tierarzt absprechen).
9. Fremdkörper
Pflanzenreste etc. aus Spaziergängen. Symptome: Rötung, Tränen, drittes Lid.
Sofort entfernen lassen, ggf. Sedierung.
10. Insektenstiche
Stiche nahe Augen lösen Kratzen aus. Bei Anaphylaxie: Notfall!

Abschließende Gedanken
Hunde kratzen aus harmlosen (Schleim) bis schweren Gründen (Glaukom). Bei Häufung: Tierarzttermin!
Frühe Hilfe verhindert Komplikationen.
Dieser Artikel ist nach bestem Wissen genau. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Symptomen sofort zum Tierarzt.