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Chennai reagiert auf Oberstes-Gerichtsurteil: Humane Regulierung streunender Hunde

Chennai reagiert auf Oberstes-Gerichtsurteil: Humane Regulierung streunender HundeDer Oberste Gerichtshof Indiens hat kürzlich die Eliminierung nur "unwiederbringlich kranker oder tödlich verwundeter" streunender Hunde genehmigt – und das auf humane Weise. Alle Bundesstaaten und Unionsterritorien müssen sich an die zentralen Vorgaben halten.
Die Bank unter den Richtern Dipak Misra und Shiva Kirti Singh betonte die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes zwischen Tier-Mitgefühl und menschlichem Leben. "Das Leben eines Hundes ist nicht wichtiger als das eines Menschen", hieß es. Wir haben führende Tieraktivisten und Experten in Chennai zu ihren Einschätzungen befragt.

"Wir warten noch auf die Richtlinien. Sobald sie vorliegen, ergreifen wir die erforderlichen Maßnahmen. In Chennai leben rund 84.000 streunende Hunde, von denen schätzungsweise 3-5 % infiziert sind."
— R. Kannan, stellvertretender Kommissar, Chennai
Schulung der Einsatzkräfte ist entscheidend
Als Expertin für Tieradoptionen fordert Jennifer Jacob-Murali Anand von Chennai Adoption Drive: "Die Bürgerarbeiter leisten die Feldarbeit und brauchen fundierte Schulungen – wann ein Hund eingeschläfert werden muss und wie das human geschieht. Man kann nicht einfach einen Streuner aufgreifen und töten. Tollwütige Hunde müssen isoliert werden, da sie eine Gefahr darstellen. Doch ein Hund mit Räude wirkt krank, ist aber heilbar und muss nicht getötet werden. Wichtig: Hunde dürfen nicht aus einem Gebiet in ein anderes verbracht werden."
Der Stress für die Tiere ist enorm
Schauspieler und Tierliebhaber Sunder Ramu kritisiert: "Es mangelt an Verständnis bei Behörden und Zivilgesellschaft. Die Fangmethoden sind oft falsch und verursachen unnötigen Stress. Öffentliche Stellen fehlen Ausbildung, Ausrüstung und tierärztliche Unterstützung. Das muss sich ändern, um ein echtes Gleichgewicht zwischen Mensch und Hund zu schaffen."
Das Urteil birgt Interpretationsspielraum
Dawn Williams, Geschäftsführerin von Blue Cross, warnt: "Die Animal Birth Control (Dogs) Rules 2001 fordern Isolation und Einschläferung erkrankter Hunde mit Obduktion danach. Doch wer gibt Behörden das Recht zum Töten? Früher wurden Hunde in Brunnen geworfen oder erschossen – bis 1996 tötete die Chennai Corporation täglich 200 Tiere, mit übertriebenen Tollwut-Zahlen. Das neue Urteil ist unklar: Tollwut muss diagnostiziert werden, bevor gehandelt wird. Sonst führt es zu Willkür."
Foolproof-Umsetzung ist gefordert
Tieraktivistin Preethi Ann Thomas: "Das Urteil ist mitfühlend und rational – nicht alle Straßenhunde sind tollwütig. Doch wie setzen Behörden es um? Menschenleben zählen, aber es braucht eine wasserdichte Methode, um Missbrauch zu vermeiden."
Das SC-Urteil im Wortlaut
Bei der Anhörung von Petitionen, darunter von Anupam Tripathi gegen Massentötungen in Kerala, urteilten Richter Dipak Misra und Shiva Kirti Singh: "Solche Hunde können humane Weise eliminiert werden, wie das Zentralgesetz (Tierquälerei-Gesetz) es vorschreibt … Das Leben eines Hundes ist nicht wichtiger als das eines Menschen … Mitgefühl für Hunde ja, aber wahlloses Töten nein – Menschenleben retten hat Vorrang. Alle kommunalen Körperschaften müssen sich an PCA und Regeln halten … Ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Hunde-Mitgefühl und dem "herrlichen Geschenk" des menschlichen Lebens ist machbar." Eine endgültige Entscheidung folgt; vorerst gilt die einstweilige Verfügung.