DeuAq.com >> Leben >  >> Tiere & Insekten

Studie des Madras Veterinary College: Mehr als die Hälfte der Hundebisse durch provozierte Haustiere

Studie des Madras Veterinary College: Mehr als die Hälfte der Hundebisse durch provozierte HaustiereStreuner werden oft für Hundebisse und Tollwut-Todesfälle verantwortlich gemacht, doch eine Untersuchung des Madras Veterinary College zeigt: Über die Hälfte der Bisse stammen von Haustieren, die von ihren Haltern provoziert wurden.

Alarmierend: Rund 60 % dieser Hunde waren nicht gegen Tollwut geimpft oder die Impfungen wurden von den Besitzern vernachlässigt. Die Hälfte der Halter kannte den Impfstatus nicht, 13 % impften gar nicht.

Die Forscher befragten 256 Bissopfer, vorwiegend Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren, die in drei staatlichen Krankenhäusern Chennais medizinisch versorgt wurden.
"Fast 60 % der Befragten hatten die Hunde provoziert", erklärt Dr. S. Bharathy, Mitautorin der Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift "Advances in Animal and Veterinary Sciences" erschienen ist.

Haustiere werden im Gegensatz zu Streunern selten von Behörden kontrolliert.

In Indien verursachen Hunde 96,2 % der jährlich 20.000 tollwutbedingten Todesfälle, wobei Streuner für rund 63 % der übertragenden Bisse sorgen. Eine Zählung von 2014 ergab 82.400 Streuner in Chennai.

Tollwut wird durch Speichel infizierter Säugetiere, meist Hunde, über Bisse oder Wunden übertragen. Symptome umfassen Hyperaktivität, Aggression und Hydrophobie – fast immer tödlich. Gesundheitsbehörden berichten: Nur 50 % waschen Bisswunden, 48 % suchen innerhalb 24 Stunden Hilfe.

"Wundreinigung mit antiseptischer Seife unter fließendem Wasser ist eine effektive Erste Hilfe", betont Direktor K. Kolandaisamy. "Verzögerte Behandlung verursacht die meisten Todesfälle."

Der Bundesstaat Tamil Nadu investiert jährlich 20 Crore Rupien in Tollwutimpfstoffe. 2015 starben 41 Infizierte, gegenüber 24 im Jahr 2013.