Von Lorie Huston, DVM
Unangemessenes Urinieren ist eines der häufigsten Verhaltensprobleme bei Katzen und ein Hauptgrund, warum sie in Tierheimen landen. Es ist verständlich, dass es frustrierend ist, wenn Ihre Katze plötzlich außerhalb der Katzentoilette uriniert. Wichtig: Katzen tun das nicht aus Trotz oder Rache. Es ist ein klares Signal, dass etwas nicht stimmt.
Warum urinieren Katzen außerhalb der Katzentoilette?
Es gibt vielfältige Gründe. Manchmal markiert die Katze ihr Territorium – durch Sprühen auf vertikale Flächen wie Wände oder Urinieren auf horizontale Oberflächen und Objekte. Ein Mythos: Nur Kater tun das. Auch Weibchen markieren ihr Revier.
Oft liegt es an der Katzentoilette selbst: Sie ist nicht sauber genug, steht an einem unsicheren Ort, wo die Katze gestört wird, oder das Streu passt nicht zum Geschmack Ihrer Katze.
Medizinische Ursachen sind häufig: Viele Erkrankungen können Schuld sein, darunter:
- Die felinen Erkrankungen der unteren Harnwege (FLUTD) – ein Komplex aus Blasenentzündungen, Steinen, Entzündungen oder selten Krebs. Stress spielt bei idiopathischer Zystitis eine Rolle.
- Harnröhrenobstruktion, vor allem bei Katern: Steine oder Kristalle blockieren die Harnröhre. Lebensgefährlich! Sofort zum Tierarzt, wenn die Katze nicht urinieren kann – oft mit häufigem, schmerzhaftem Toilettengang.
- Diabetes, Nierenerkrankungen oder ähnliche Probleme erhöhen die Urinmenge, sodass die Katze die Toilette nicht mehr rechtzeitig erreicht.
- Arthritis oder Mobilitätsprobleme erschweren den Einstieg, besonders bei hohen Boxwänden oder ungünstigem Standort.
Hilfe für Katzen mit Harnproblemen
Früherkennung ist entscheidend für erfolgreiche Behandlung. Regelmäßige Tierarztchecks sind essenziell, da Katzen Schmerzen meisterhaft verbergen. Beobachten Sie Toilettenroutinen genau und konsultieren Sie bei Veränderungen sofort einen Experten.
Ernährung spielt eine Schlüsselrolle. Proteinreiche, kohlenhydratarme Futtermittel helfen bei Diabetes; pH-kontrollierende Diäten bei Steinneigung. Glucosamin oder Omega-Fettsäuren (DHA/EPA) lindern Arthritis. Lassen Sie sich vom Tierarzt beraten.
Katzen trinken oft zu wenig. Nassfutter, Wasser zum Trockenfutter mischen, Trinkbrunnen oder laufender Hahn regen an.
Nie voraussetzen, es sei Verhaltensproblem! Zuerst medizinische Abklärung, dann Umweltanpassungen, Futterwechsel oder Medikamente besprechen.
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