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Verwirrung um Haustierfutter hält an: Erkenntnisse aus der petMD-Umfrage von Tierärztin Jennifer Coates, DVM

Verwirrung um Haustierfutter hält an: Erkenntnisse aus der petMD-Umfrage von Tierärztin Jennifer Coates, DVM

Von Jennifer Coates, DVM

10. September 2013

Gute Tiernahrung ist essenziell für die Gesundheit und Langlebigkeit unserer Haustiere. Viele Besitzer konsultieren ihren Tierarzt und prüfen Etiketten sorgfältig, um das Beste für ihr Tier zu wählen. Dennoch zeigt eine Umfrage von petMD: Es herrscht nach wie vor große Unsicherheit bei der Kennzeichnung von Futtermitteln und den Schlüsselfaktoren einer nährstoffreichen Ernährung.

Verbraucher lesen Tierfutteretiketten nicht sorgfältig

Knapp 80 % der petMD-Umfrageteilnehmer wissen, dass eine ausgewogene Ernährung entscheidend ist und Ungleichgewichte gesundheitsschädlich wirken können. Doch fast die Hälfte hat nie das Etikett ihres Tierfutters auf die AAFCO-Standards (Association of American Feed Control Officials) für „vollständig und ausgewogen“ geprüft.

Das ist kein Bagatellfall. Tierfutter ist oft die einzige Nahrungsquelle – ähnlich wie Säuglingsnahrung bei Babys. Fehlende oder übermäßige Nährstoffe gefährden die Gesundheit. Die AAFCO-Angabe „vollständig und ausgewogen“ ist der einfachste Weg, minimale Bedürfnisse zu sichern. Nicht-konforme Produkte sind leider weit verbreitet im Handel.

Verwirrung über die Bedeutung der Lebensphasen-Diäten für Haustiere

„Vollständig und ausgewogen“ – für wen? Haustiere haben je nach Lebensphase unterschiedliche Bedürfnisse. Nur die Hälfte der Befragten wusste, dass Erwachsenenfutter für ausgewachsene Tiere geeignet ist. Besorgniserregend: Fast ein Viertel hält Allphasen-Futter für ideal bei Adulten.

Allphasen-Futter erfüllt die hohen Anforderungen von Welpen, Kätzchen oder trächtigen Hündinnen – mit mehr Protein, Fett, Kalzium, Phosphor, Natrium und Chlorid. Bei Erwachsenen fördert es Übergewicht und Probleme. Weniger Futter geben birgt Mangelrisiken. Allphasen-Futter an Adulten ist quasi Welpenfutter light.

Verbraucher sind sich des Zusammenhangs zwischen Nährstoffen und ausgewogener Ernährung nicht bewusst

Tierernährung ist komplex. 62 % schätzen eine ausgewogene Ration auf maximal 10 Nährstoffe. Tatsächlich braucht es über 50 in präzisen Mengen und Verhältnissen für optimale Gesundheit, wie Forschung belegt.

Haustiereltern wollen das Beste – doch Wissenslücken bremsen. Prüfen Sie Etiketten auf AAFCO-Angaben passend zur Lebensphase Ihres Hundes oder Ihrer Katze. Fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat.

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