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7 tierärztlich empfohlene Tipps gegen Arthritis bei Hunden im kalten Wetter

Am 26. November 2018 von Katie Grzyb, DVM, überprüft und auf Genauigkeit aktualisiert

Wenn Sie mit einem Hund mit Arthritis leben, kennen Sie die Verschlechterung der Symptome bei kühlerem Wetter nur zu gut. Eine Heilung gibt es nicht, doch tierärztlich bewährte Maßnahmen können Schmerzen, Steifheit, Gelenkknacken und andere Beschwerden effektiv lindern.

Sprechen Sie neue Ansätze immer mit Ihrem Tierarzt ab, da jeder Hund individuelle Bedürfnisse hat. Hier sind sieben praxisnahe Empfehlungen von Expert:innen.

1. Gewicht Ihres Hundes optimal managen

Tierärzt:innen betonen: Gewichtskontrolle ist essenziell bei der Arthrose-Behandlung. „Je schwerer Haustiere sind, desto stärker belasten sie ihre Gelenke. Studien zeigen: Ein schlanker Hund bewegt sich beweglicher und belastbarer“, erklärt Dr. Liliana Mutascio, Tierärztin bei VetMed in Phoenix, Arizona.

Übergewichtig? Die Rippen sollten leicht spürbar sein, von oben und seitlich eine Taille sichtbar. Lassen Sie das Gewicht regelmäßig vom Tierarzt prüfen.

Fragen Sie nach speziellem Futter wie Hill's Prescription Diet j/d joint care oder Purina Pro Plan Veterinary Diets JM joint mobility. „Diese enthalten Fischöl mit Omega-3-Fettsäuren für Gelenkgesundheit. Studien deuten hin, dass betroffene Tiere sich wohler fühlen und weniger entzündungshemmende Mittel brauchen“, sagt Dr. Mutascio.

2. Den richtigen Bewegungsrhythmus finden

Regelmäßige Bewegung lindert Arthrose-Schmerzen, betont Dr. Elizabeth Knabe vom Wildwood Animal Hospital and Clinic in Marshfield, Wisconsin. „Weniger Bewegung durch Schmerzen führt zu Steifheit, die wiederum mehr Schmerzen verursacht – ein Teufelskreis.“

Vermeiden Sie hochbelastende Aktivitäten wie Laufen, Springen oder wildes Toben, rät Dr. Mutascio, Expertin für orthopädische Chirurgie. „Besser: Tägliche, niedrig belastende Spaziergänge an der Leine oder Schwimmen. Halten Sie das Niveau konstant, ohne Wochenend-Übertreibungen.“

Kleine oder kurzhaarige Hunde profitieren bei Kälte von Mänteln oder Pullovern. „Achten Sie beim An- und Ausziehen auf Sanftheit, besonders bei den Beinen. Klettverschlüsse erleichtern es“, empfiehlt Dr. Jo Ann Morrison, zertifizierte Veterinärinternistin bei Banfield Pet Hospital, Portland, Oregon. (Beispiele: Ultra Paws Hundemantel mit rotem Karomuster, Canada Pooch Everest Explorer Jacke.)

3. Gelenk-Nahrungsergänzungsmittel einsetzen

Präparate mit Glucosamin und Chondroitinsulfat wirken natürlich entzündungshemmend und lindern Gelenkschmerzen, sagt Dr. Mutascio.

Achtung: Nicht FDA-reguliert, Wirkstoffmengen variieren. „Bewährte Marken: Nutramax Dasuquin und Cosequin, rezeptfrei oder beim Tierarzt. Adequan canine injectable ist eine injizierbare Option.“

Wichtige Inhaltsstoffe: Omega-3 (EPA/DHA), Phycocyanin, Mangan. „Lassen Sie sich vom Tierarzt beraten – manche Hunde brauchen Kombipräparate“, rät Dr. Morrison.

4. Schmerztherapie mit Tierarzt absprechen

Bei Überlastung helfen stärkere Mittel. „Galliprant-Tabletten sind neu zugelassen für Arthrose-Schmerzen und -Entzündungen. Alternativen: Rimadyl-Kautabletten, Metacam-Suspension“, empfiehlt Dr. Mutascio.

Nebenwirkungen möglich – keine Daueranwendung. „Bei Langzeittherapie: Regelmäßige Checks und Bluttests.“

5. Stürze und Rutschen vermeiden

Stürze sind für Arthrose-Hunde schmerzhaft. Nutzen Sie Schlingen oder Geschirre zur Unterstützung, schlägt Dr. Morrison vor. „Handelsprodukte oder ein Strandtuch als Hilfsmittel. Achten Sie auf Urinieren!“ (z. B. GingerLead Hebegeschirr.)

Draußen: Rutschfeste Oberflächen, Pfoten nach Schnee/Eis reinigen. Hundesocken oder -stiefel steigern Traktion, auch indoors. (z. B. Ultra Paws Stiefel, Doggie Design Socken.) Treppen/Rampen erleichtern Zugang zu Sofa/Bett.

6. Physiotherapie und ergänzende Therapien

Tierphysiotherapie passt Übungen individuell an, baut Muskeln auf und lindert Symptome, sagt Dr. Mutascio. „Hausprogramme möglich, ergänzt durch Wärme, Massage, passive Bewegungen. Akupunktur als Option – Tierarzt kann empfehlen.“

7. Orthopädische Liegeplätze schaffen

Bequeme Unterlagen sind entscheidend. „Orthopädische Matten, Memory-Foam-Betten oder erhöhte Plattformen. Testen Sie Vorlieben“, rät Dr. Morrison. (z. B. Frisco Sherpa-Bett, FurHaven Plüsch-Sofa.)

Bei Wärmebedarf: Niedrigste Stufe, nie direkt auf Heizpad. Keine Treppen – erdgeschossnahe Plätze.

Jeder Hund ist einzigartig. Beobachten Sie, was hilft, und kooperieren Sie langfristig mit dem Tierarzt.

Von Paula Fitzsimmons