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Riesenkalmarskadaver strandet an südafrikanischem Strand: Experten fasziniert von seltenem Fund

Riesenkalmarskadaver strandet an südafrikanischem Strand: Experten fasziniert von seltenem Fund

Am 30. April erlebten Strandbesucher in Kommetjie, Südafrika, einen atemberaubenden Anblick: Den Kadaver eines Riesenkalmars, der im Sand von Long Beach glänzte.

"Es war unglaublich zu sehen", berichtet Alison Paulus, Einwohnerin von Kapstadt und Gründerin der Naturschutzorganisation Volunteer and Explore, in einer E-Mail an Live Science. "Der Körper allein maß etwa 2,2 Meter, mit Tentakeln und Armen hätte er sich auf 3,5 Meter gestreckt."

Riesenkalmare zählen zu den rätselhaftesten Kreaturen der Ozeane. Sie hausen in Tiefen von 300 bis 1.000 Metern und tauchen selten an der Oberfläche auf. Über Jahrhunderte basierten wissenschaftliche Erkenntnisse auf gestrandeten Kadavern oder Resten aus Pottwal-Mägen – die ersten Fotos lebender Exemplare entstanden erst 2004, wie National Geographic berichtet.

Solche Strandumspülungen sind in Südafrika rar, aber nicht einzigartig. 2020 strandete ein gut erhaltener Jungkalmar nahe Kapstadt, wie die Washington Post meldete. Ein ausgewachsenes Tier von fast 9 Metern Länge kam 1992 in der Region ans Licht, teilte Devon Bowen, Digital Manager des Two Oceans Aquarium in Kapstadt, mit der südafrikanischen Nachrichtenplattform Independent Online (IOL).

Dieser Kalmar erlitt nachts schwere Verletzungen, vermutlich durch Kollision mit einem Schiff oder Fischereiboot. "Wir sahen einen langen Schnitt über den Tentakeln, wahrscheinlich von einem Propeller", erklärt Paulus. Experten identifizierten ein Weibchen. "Sie wurde wohl von einem Schiff getroffen, als sie an der Oberfläche schwamm", so Jon Friedman von der Cape of Good Hope Society for the Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) gegenüber IOL.

Friedman schätzt das Alter auf zwei Jahre. Laut Smithsonian erreichen Riesenkalmare bis zu fünf Jahre und 13 Meter Länge, meist jedoch 11 Meter.

Als SPCA-Mitarbeiter eintrafen, hatten Fischer bereits Augen, Schnabel und Tentakelteile entfernt. Der Rest wurde zerlegt und ins Meer zurückgegeben, Teile jedoch ans Iziko South African Museum in Kapstadt für DNA-Analysen geschickt. Das Museum lagert Reste von 19 weiteren Exemplaren, berichtet IOL.

Paulus bedauert, dass der Kadaver nicht vollständig ins Museum kam, doch ihre Familie genoss den intakten Anblick. "Meine zwei kleinen Söhne sind Wildtiere-fans, wir fuhren sofort hin", sagt sie.